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„Quand li roi fut couronné A la sainct Jéhan d'été, ⸗ Vive! En France
La reigne Blanche!“ „Was Teufel!“ rief einer der Engländer aus, der ſich vom Wein erwas erhitzt hatte,„ich glaube, die Irrwiſche da wollen uns necken! Es gibt keine andere Königin in Frankreich, als Madame Iſabeau!— Schweigt, ihr Zwerge, ihr Milchbärte, ihr Gelbſchnäbel! Es lebe Madame Iſa⸗ beau!“— Die Schüler, auch durch den Wein muthiger als gewöhnlich, ſangen deſto lauter: K
„Vive! En France
La reigne Blanche!“ und hatten ihre Freude daran, zu ſehen, wie die Englän⸗ der vor Zorn ſo roth wurden wie die rothen Hahnenbüſche auf ihren Helmen.„Was meint Ihr,“ fing der Erſte wie⸗ der an,„ſoll ich einmal den Schulmeiſter der Burſchen da machen? Die flache Klinge oder Karbatſche, das kommt auf eins heraus! Ich dächte, wir zögen ſie hier einzeln über die Schemel und ließen ſie rathen, womit ſie ihre funfzig bekommen!“ Dabei ſtand er zugleich auf, zog ſei⸗ nen breiten Haudegen heraus und wollte nach dem Tiſch der Schüler gehen. Ein Theil ſeiner Kameraden wollte ihm nach, ein Anderer hielt die Erbitterten zurück. Die Schü⸗ ler dagegen ergriffen tüchtige Knittel und dachten darauf, die Schemel zu ihren Schilden zu machen; und zugleich rief der übermüthige junge Vorſitzer, ein Burſch von noch nicht ſechzehn Jahren, herausfordernd aus:„Nur näher, Ihr langer engliſcher Trunkenbold, wir wollen Euch auf franzöſiſche Art zum Ritter ſchlagen, daß Ihr in Eurem Leben nicht wieder unſere Königin Blanche zu verunglim⸗ pfen wagt!“


