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Klang einer Schalmei und eines Dudelſacks und die hüb⸗ ſcheſten Jungfern von Chateau Thierry drehten ſich im Tanze mit den Soldaten. Vater Guibal ſchenkte den Wein in vollen Kannen aus und konnte doch den Durſt ſeiner Gäſte nicht raſch genug ſtillen, denn bald hier bald dort klingte man mit dem zinnernen Becher an die Kannen und rief:„Hier Wein her, Jungfer Roſette, Wein her!“ und das ſchmucke Schenkmädchen mit den ſchwarzen Locken und Augen mußte geſchwind wie ein Reh auf den Füßen ſein, um allen Gäſten ſchnell zu genügen, die da verlangten, daß ſie ihnen den Trunk mit ihren friſchen Lippen kreden⸗ zen ſollte. Der Einzige in der ganzen Verſammlung, der nicht aufgeweckt ſchien, war Jacques, er ſaß an der Ecke des Tiſches in Nachdenken verſunken da und nur von Zeit zu Zeit wendete er ſich an ſeinen neben ihm ſitzenden Leh⸗ rer und ſprach leiſe aber ſehr ernſthaft mit ihm. „Beim heiligen Crispinus, dem Schutzpatron diefer Stadt!“ rief ein Schüler,„ich verwette meine morgende Königskrone, oder, wenn Einer lieber will, ein Maaß vom beſten Wein, den Vater Guibal im Keller hat, daß Jac⸗
ques da unten auf irgend einen Teufelsſtreich denkt, ſo et⸗
was wie neulich, wo er dem alten Hauswart ſo geſchickt eine Fallgrube gegraben hatte, daß der arme Schuft bis über den Hals hineinfiel und faſt die alten Gliedmaßen ge⸗ brochen hätte. Nun, wer will wetten?“
„Ha, ha, ha,“ entgegnete ein anderer Schüler,„Deine Königskrone von morgen früh iſt auch wol des Wettens werth. Du denkſt doch wol nicht daran, unſer Monarch zu werden?“—„Kein Streit,“ riefen andere dazwiſchen, laßt uns lieber unſer Königslied ſingen. Vielleicht ärgern wir ſogar die Schufte, die Engländer, damit.“
Und ſofort ſtimmte der volle Chor der Schüler an:


