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Je nun, man muß abwarten, was geſchieht, tröſtete ſich Natinel weiter; wenn er die geſetzten Jahre erlangt haben wird, wo man heirathet, ſo, denke ich, wird er auch wol ſo viel Vernunft und Liebe bekommen haben, daß er ein⸗ ſieht, er dürfe mein armes Kind ſein Unglück nicht entgel⸗ ten laſſen, ſondern müſſe doppelt freundlich und wohlwol⸗ lend zu ihm ſein, um es zu tröſten. Ich werde ihm im⸗ mer mehr Gutes thun und täglich freundlicher zu ihm wer⸗ den, das wird er mir ſchon vergelten;z was ich an ihm thue, thue ich meiner Louiſon. Ich will alſo weder Koſten noch Mühe ſparen, daß etwas Tüchtiges aus ihm werden ſoll. Der Faſtnachtsabend kommt heran, da halten die Schüler von Chateau Thierry ihren Hahnenwettkampf. Mein Jacques ſoll auch dabei ſein und er ſoll nicht den ſchlechteſten Hahn haben, dafür ſtehe ich! Ich will nur gleich meinen großen ſpaniſchen auf gute Fütterung ſetzen, damit ich Jacques überraſchen kann, wenn er zu mir kommt und mich bittet, denn das, weiß ich gewiß, wird er thun.
Die Faſtenzeit war herangekommen. Am Tage vor dem Faſtnachtsabend ging es beim Vater Guibal, der zum Burgundiſchen Kreuz in Chateau Thierry einen Wein⸗ ſchank hielt, ſo luſtig her, daß es ſelbſt dem Wirth faſt zu bunt wurde. Der Carneval mußte über die Gebühr durſtig gemacht haben, denn die Schüler von Chateau Thierry, welche den Vorabend ihres Königsfeſtes feierten, ſaßen auf der einen Seite der großen Trinkſtube, engliſche Soldaten in einer andern Ecke und den übrigen Raum er⸗ füllten eine Menge anderer abenteuerlicher Masken. Man ſchrie, lachte, zankte und jubelte durch einander; die Kriegs⸗ knechte ſangen ein Lied, was ſchwerlich aus dem Geſang⸗ buche genommen war, im Nebenſaal erſchallte der gellende


