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Auf die trotzig übermüthige Rede ſprangen die ſämmtli⸗ chen Engländer auf, und im gleichen Augenblicke auch ſämmt⸗ liche Schüler, indem ſie die Schemel, auf denen ſie geſeſſen hat⸗ ten, hoch in die Luft ſchwangen. Und jetzo wäre es zu einer vielleicht blutigen Faſtnachtsſchlacht gekommen, wenn nicht auf der einen Seite Meiſter Laurentius, Jacques' Lehrer und der Aufſeher der ganzen Schule, und auf der andern der alte Vater Guibal mit einer mächtigen zinnernen Weinkanne in der Fauſt dazwiſchen geſprungen wäre und den Frieden vermit⸗ telt hätte.„In nomine Dei, patris et filii! Quid agitis!“ rief Meiſter Laurentius und runzelte die ſchwarzen finſtern Augenbraunen.„Holla, ho! Beim St. Crispin! Ruhig in meinem Hauſe, Ihr Herren!“ rief Guibal und hielt die Kanne wie einen Bollwerksthurm der andringenden Schar entgegen.„Wollt Ihr eine Schlacht liefern, ſo geht hin⸗ aus vor den Wall oder marſchirt nach Remont⸗Voiſin, wo die Vorpoſten des Meſſire La Hire ſtehen; aber hier in mei⸗ ner Trinkſtube muß Ordnung ſein, oder ich rufe die Schar⸗ wache herbei!“—„Pax vobiscum!“ intonirte Meiſter Lau⸗ rentius und machte das Zeichen des Segens.„Ihr ereifert Euch zur Unzeit, werthe Herren! Die Königin Blanche, müßt Ihr wiſſen, gehört zum Feſte morgen; wenn Ihr wollt, werde ich Euch das mit Ruhe erklären! Aber gebt mir dazu erſt ein Maaß Wein,“ wandte er ſich zum Va⸗ ter Guibal, ohne weiter zu fragen, ob man ſeine Erklä⸗ rung anhören wollte, denn er war es gewohnt, ſich ein gewichtiges Anſehen zu geben, wo es galt, eine Rede zu halten. Da ſeine Schüler ehrerbietig daſaßen, ſo meinten die Kriegsknechte ihrerſeits auch, es zieme ſich für ſie und werde ihnen Anſehen geben, wenn ſie dem gelehrten Manne ehrerbietig zuhörten. Er ſetzte ſich, that einen tiefen Trunk und hub an:
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