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oder eine Magd geſcholten wurde, oder wenn ſeine Zwiſchen⸗ traͤger en und ſein Ausſchwatzen einen Streit zwiſchen den Diezaſtboten erregte.
/ Nach und nach trieb er es ſo arg, daß es ſelbſt dem Putmüthigen Ratinel bisweilen leid wurde, wohlthätig ge⸗ gen ihn geweſen zu ſein; indeſſen tröſtete er ſich und dachte,
/indem er ſeinen Lieblingsgrundſatz im Sinne hatte: Irgend
etwas Gutes wird mir doch noch daraus erwachſen, denn man ſagt ja immer: Thue Recht und Du wirſt die guten Folgen ſehen. Ueberdies iſt Jacques ja noch jung, ſeine Fehler ſind nur Schalksſtreiche; einen klugen Kopf hat er, das kann ihm Niemand abſprechen, mit der Zeit wird er ſich beſſern.
Indeſſen wurde Jacques groß und beſſerte ſich nicht. Nur immer geſchickter wurde er, ſeine Streiche zu verber⸗ gen und ſein bösartiges Gemüth zu verſtellen. Eines Ta⸗ ges daher, als er eben wieder einen recht tückiſchen Streich ausgeübt hatte, nahm ihn der bekümmerte Ratinel, der ſich über ſeine ſchlechte Aufführung wie ein Vater härmte, vor und ſprach zu ihm:„Was ſoll aus Dir werden, Jacques? Du biſt zu nichts gut, Du willſt nichts thun, Deine Aufführung wird mit jedem Tage ſchlechter. Dennoch weißt Du, daß Du auf alles Das, was ich beſitze und ſammle, keine Anſprüche zu machen haſt, ſondern es, wenn ich ſterbe, allein meiner Louiſon bleibt, die gerade ſo fleißig und gut iſt, wie Du träge und tkückiſch; was willſt Du aſo anfangen in dieſer Welt?“— Jacques ſtand ſchwei⸗ gend vor dem Pflegevater und ſchien in ſich zu gehen. Nach einigem Beſinnen fing er an:„Vater, zum Land⸗ mann habe ich kein Geſchick, das ſehe ich wol ſelbſt und wozu man kein Geſchick hat, dazu hat man auch keine Luſt. Aber laßt mich ſtudiren und Ihr werdet Eure Freude an


