Teil eines Werkes 
17. Band = Neue Folge, 5. Band, Erzählungen : 3. Theil (1847)
Entstehung
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das Pferd ſich erſchreckte, einige Sprünge machte und ſich bäumte. Um ſich zu halten, ſchlug Jacques beide Arme um den Pächter, dieſer verlor das Gleichgewicht und beide Reiter fielen herab. Ratinel hatte ſich die Hand verſtaucht; Jacques kam mit einer leichten Quetſchung davon, aber er ſchrie laut auf.Hm! ſagte der Pachter, indem er ſich aufraffte,das iſt ein ſchlechter Anfang zu einer belohnten Wohlthat; Du hätteſt leiſer aufſteigen ſollen. Indeſſen da Jacques weinte, war er ihm nicht weiter böſe, ſondern half ihm auf's Pferd, ſtieg dann ſelbſt auf und Beide ka⸗ men ohne weiteres Unglück in der Pachterwohnung an. An einem guten Feuer von lockerem Reiſig, welches im Kamin loderte, wärmte ſich Jacques die erſtarrten Hände; hierauf er mit der Familie des Pachters zu Nacht und dankte nach dem Abendeſſen ſo geſchickt und artig für die Wohlthat, die er empfangen hatte, daß der Pachter ge⸗ neigt war, mehr für ihn zu thun. Am andern Morgen konnte er es nicht über ſich gewinnen, den armen verwai⸗ ſten Knaben wegzuſchicken, ſondern beſchloß kurz und gut, ihn bei ſich zu behalten. Anfangs zeigte ſich Jacques ſanft und ruhig, allein je mehr er ſich im Hauſe einniſtete und merkte, daß der wackere Ratinel der gutmüthigſte Mann in der Welt ſei, der ihn doch ſo leicht nicht wieder ver⸗ ſtoßen werde, je mehr kam ſein trotziger und innerlich bos⸗ hafter Charakter zum Vorſchein. Kein Tag verging, daß er nicht aus bloßer Luſt am Böſen irgend einen Streich ausübte. Bald ſchlug er einer brütenden Henne die Eier entzwei, bald ſtieß er in der Milchkammer wo möglich den größten Topf mit Sahne um, daß der ganze Gewinn auf die Erde floß. Doch meiſt immer wußte er ſeine boshaf⸗ ten Streiche auf das geſchickteſte zu verbergen. Nie war er froher, als wenn er es ſo anlegen konnte, daß ein Knecht

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