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hoch aufgethürmten Welle empor, mit ihm und vier Ge⸗ hülfen, die ſeine Begeiſterung gewonnen hatte, bemannt. Er ſaß am Steuer, denn ſeiner Gewandtheit trauten die älteſten Schiffer mehr, als ihrer Erfahrung. Mit Kraft warf er das Boot herum und ließ es durch den am Ufer gebrochenen Wind abwärts von ſeinem Ziel jagen, um dann unter dem Schutz der höheren Berge ſo weit hinauszuru⸗ dern, bis er mit dem freien Strom des Windes auf das Wrack halten konnte. Gerade ſo hatten es die erſten Loot⸗ ſen verſucht, aber nicht beſonnen genug ausgeführt. In athemloſer Spannung folgten die Verſammelten mit unver⸗ wandtem Auge dem in der ſchäumenden Brandung auf den höchſten Wellenſpitzen gefährlich hangenden Fahrzeug, das von der ungeheuren Kraft der Elemente wie ein leichter Kork ſpielend hin und her geſchleudert wurde. Ein Glück für Margarethens Mutterherz, daß ſie dieſe Folter der To⸗ desangſt in den Armen einer tiefen, gnädig über ſie ver⸗ hängten Bewußtloſigkeit verſchlief. Helga mußte mit jün⸗ gerer Kraft des Herzens den Sturm überdauern; doch wandte ſie die Blicke ab und beſchäftigte ſich mit kleinen Hülfsdienſten um die Lebloſe. Ralph war ſeit dem Aus⸗ ruf Margarethens wie ein gerichteter Miſſethäͤter kraft⸗ und willenlos zuſammengeſunken; bleich wie der Schaum, den das Meer über die Küſte warf, ſaß er auf einem Felsſtück und ſtarrte ſprachlos, mit erlöſchendem Auge in die tobende See hinaus, als töne in ihren Donnern ſein Urtheilsſpruch.
Jetzt hatte Rollo den gefährlichen Punkt erreicht, wo er ſich aus dem Schutz der Küſte in die hohe See wenden und ſich der ganzen Gewalt des Sturms und der Wellen preis⸗ geben mußte. Mit dem ſichern Blick des Adlers hatte er die Windlinie gemeſſen, ein Moment zu früh oder zu ſpät galt das Leben. Entſchieden warf er das Boot herum;


