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thende Meer, den ſcharfen Wind, der gerade auf den Ha⸗ fen ſtieß, es ſchien unausführbar, ſo lockend das ſchim⸗ mernde Gold Einigen ins Auge blitzte.
„Es iſt unmöglich!“ ſprach endlich ein alter Lootſe.
„Es iſt gefährlich, aber nicht unmöglich!“ rief Rollo feurig,„aber für das Gold des Menſchen da rühre ich kein Ruder an!“
Nollo's Kühnheit und Gewandtheit zur See hatte ſich auch bei den Schiffern der Weſterſpitze ſchon in Anſehen geſetzt. Einer jener Trunkenen von geſtern Abend ſagte daher:
„Wartet noch eine Stunde, dann wollen wir ſehn, was zu thun iſt!“
„Wartet noch eine Stunde!“ rief der Fremde und ſtampfte mit dem Fuß,„wartet, bis die See das Wrack in Splitter geſchlagen hat. Warten Sturm und Wellen, bis es Euch gefällig iſt? Wollt Ihr, junger Menſch?“ wandte er ſich zu Rollo. Doch dieſer, den ein geheimer Wider⸗ willen gegen den Fremden ergriffen hatte, welcher vielleicht von einer dunkeln Ahnung herrührte, daß ſein Hierſein mit Helga's Flucht und Kummer zuſammenhänge, kehrte ihm ſtolz den Rücken.
„Zwei tauſend Guineen, wer ſogleich in See geht!“ rief der Fremde laut.
Zwei tauſend Guineen! Das goldbegierige Herz ſchlug den beiden Schiffern.„Topp, wir wagen es!“ riefen ſie aus einem Munde und ſtürzten dem Hafen zu; der Fremde ihnen nach. Bald ſah man die Verwegenen, denen Keiner ſich anſchließen mochte, in See. Das Boot ſchwankte aus dem Hafen, jetzt hing es auf der Spitze einer Woge, jetzt ſank es in den Abgrund und ward mehre Sekunden nicht geſehn. Rollo glühte vor innerer Theilnahme an der ver⸗


