Teil eines Werkes 
17. Band = Neue Folge, 5. Band, Erzählungen : 3. Theil (1847)
Entstehung
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den Uebrigen am Ufer. Sie beobachteten unausgeſetzt Meer und Wind, ob ſich vielleicht eine Möglichkeit zeigen werde, aus dem Hafen und an das Schiff zu kommen. Doch es ſchien nicht zu hoffen. Verwundert aber waren die Strand⸗ bewohner, daß die Mannſchaft nicht den Verſuch machte ſich auf den Booten zu retten. Einige meinten, es müſſe noch nicht ſo große Noth ſein, das Schiff noch den Wellen trotzen, weshalb ſie den Tag abwarten wollten; Andere fürch⸗ teten, man werde in der erſten Beſtürzung, wie es ſo oft geſchieht, die Rettung durch die Boote zu ſchnell verſucht haben und ſie möchte verunglückt ſein.

So verſtrich die Nacht. Der erſte Dämmerſchein des Morgens zeigte ſich am äußerſten Himmel; der Sturm hatte nachgelaſſen, wiewol er noch heftig genug war; das Meer hob ſich in mächtigen, grauſchwarzen Bergen, die jeden Au⸗ genblick einſtürzten und ſich neu emporthürmten. Jetzt ſah man das Schiff im Zwielicht liegen. Ein Dreimaſter, doch der große Maſt und der Fockmaſt waren weggebrochen; an den andern flatterten nur einzelne losgeriſſene Segelſtreifen; die äußerſte Nothflagge war aufgehißt. Einige Lootſen, die den Strand hinabgegangen waren, um ihn zu unterſuchen, berichteten, daß Trümmer eines zerſchellten Bootes ausge⸗ worfen ſeien; aller Wahrſcheinlichkeit nach war ein Ret⸗ tungsverſuch, den die Mannſchaft gemacht hatte, verunglückt.

Der Fremde kam jetzt von dem Leuchtthurm herab. Er trat unter die Schiffer, hielt eine ſchwere Börſe hoch em⸗

por und rief mit lauter Stimme:„Tauſend Guineen Dem⸗

jenigen, der dieſen Brief an Bord des„Georg der Dritte“ ſchafft und mir das Käſtchen mit Dokumenten unverſehrt bringt, welches ich dem Capitain bezeichnet habe. Hundert Guineen für den Verſuch, ſelbſt wenn er misglückt!”“ Die Schiffer ſahen einander anz ſie betrachteten das wü⸗