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Herrn, der mich errettete, was er faſt ſelbſt mit dem Leben gebüßt hätte.“
Ludovico konnte ſich leicht als Offizier zu erkennen ge⸗ ben; der Führer der Wache hatte daher weiter keine Be⸗ denklichkeiten und ließ ſogleich durch einige Mannſchaft den Räubern nachforſchen, ob man ihrer vielleicht noch habhaft werden würde. 1
„Aber wo iſt die Alte, die uns herbeirief?“ fragte er und ſah ſich rings um. Sie weiß vielleicht etwas Näheres, das uns auf die Spur des Verbrechens bringt.“ Es war Niemand zu ſehen.„Hm! Wunderlich!“ ſprach der Kriegs⸗ mann.„Sie muß noch hier in der Nähe wo ſein; geht Ihr rechts am Strande hinauf, ich werde hier links durch die Gaſſe gehen, dann müſſen wir ſie treffen. Wenn Ihr ſie findet, muß ſie gleich nach dem Wachthauſe, denn es muß Anzeige gemacht und ſie verhört werden.“ Er ließ ſich hierauf Ludovico's Namen und Wohnung bezeichnen und ging mit ſeinen Leuten ab.
Indeſſen hatte ſich Ludovico erholt und fühlte ſich wie— der ganz friſch und leicht. Sein Blick heftete ſich mit Rüh⸗ rung und Erſtaunen auf die gerettete Biondina, die ſich mit liebender Sorgfalt um ihn beſchäftigte, und mit ihrem Buſentuche das Blut einer Wunde in ſeinem linken Arme, die er bis jetzt noch nicht bemerkt hatte, zu ſtillen ſuchte. „Meine liebe Kleine,“ ſprach er freundlich,„willſt Du mein Wundarzt ſein?“— Sie erhob ihre reinen blauen Augen unſchuldig zu ihm und ſprach:„Ihr habt ja Euer Blut für mich vergoſſen! Soll ich es nicht ſtillen? Ich will Tag und Nacht zur gebenedeiten Jungfrau beten, daß ſie Euch allen Segen zuwende, mein edler Herr!“— Bei die⸗
ſen Worten richtete ſie den Blick ſo fromm und andächtig gen Himmel, daß man ſah, ihr ganzes Herz war in dem


