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verächtlicher Gegner, denn gleich ſein erſter Streich zeigte
eine ſeltene Kraft und Gewandtheit des Armes; doch auch Ludovico wußte die Waffe zu führen und ſo zuckten ihre Klingen wie Blitze durch die Luft. Stürmend drang er auf den Räuber ein und drängte ihn rückwärts; ſchon glaubte er des Sieges ſicher zu ſein, als er ſich plötzlich von hinten gepackt und zu Boden geriſſen fühlte. Es war der Mohr, der ihn niederwarf. Des andern Räubers Schwert war ſchon zum Todesſtreich geſchwungen; Ludor llaubte ſich verloren. In dieſem Augenblicke warf ſi 4 eines reizenden Mädchens mit blondem, fliegendem Haare zwiſchen ihn und den Mörder, fiel dieſem in den Arm und hing ſich feſtgeklammert an ihn.
„Schont ſeines Lebens!“ rief das Mädchen.„Er⸗ barmt Euch!“ Ludovico wollte ſich emporringen; doch der Mohr packte ihn mit beiden Händen an der Kehle, um ihn zu erdroſſeln.
„Hund!“ rief er wüthend,„Du hätteſt ſchon aufgehört zu leben, wenn ich nur meinen Dolch zur Hand hätte; ſo will ich Dich denn halten, bis Du erſtickſt.“
Ludovico ſträubte ſich im Todeskampfe mit Händen und Füßen, doch vergeblich. Das junge Mädchen hemmte noch das Schwert des Nobile, doch ſchon ermatteten auch ihre Kräfte, da der Mörder ſie mit aller Gewalt zurückdrängte und rief:„Raſende, laß mich, oder ich muß Dich niederſto⸗
ßen!“— Dabei packte er ſie bei den fliegenden Locken, um
ſie ſo zurückzureißen. In dieſem Augenblicke ertönte eine Stimme aus der Gaſſe.„Hierher! Hülfe, herbei! Leute, kommt heran!“
Bei dieſem Laute ſprang der Mohr auf. Er warf ei⸗
nen Falkenblick umher, dann rief er:„Signor, ich glaube die Häſcher kommen. Fort, es iſt keine Zeit zu verlieren!“
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