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dene nicht. Endlich, indem er eben aus einer dunklen Platanenwölbung auf einen freien Platz trat, den das Licht des Mondes beſtrahlte, ſah er zu ſeinem freudigen Erſtau⸗ nen jenſeit deſſelben das rothe goldgeſtickte Gewand des Zi⸗ geunermädchens leuchten, wie es eben in einem erhellten Laubgang, wo ſich viele Masken drängten, verſchwand. Haſtig wollte er nacheilen, doch in demſelben Augenblicke kam ihm zu ſeinem Verdruſſe der Doge, der mit Foscari Arm in Arm ging, in den Weg und redete ihn mit der freundlichen Höflichkeit des Wirthes und in jener herablaſ⸗ ſenden Weiſe an, welche dem milden, wohlwollenden Greiſe eigen war. Ludovico mußte Rede ſtehen; doch war er ſo zerſtreut und verwirrt, daß er kaum wußte, was Cornaro ihn gefragt und er ihm geantwortet hatte. Hinzutretende Nobili gaben ihm Gelegenheit ſich loszumachen und er ſetzte nun ſeine Nachforſchungen fort, aber nicht glücklicher als zuvor.
Die ungeduldig erwartete Mitternachtsſtunde war end⸗ lich herangekommen, ein Theil der Gäſte hatte ſich ſchon entfernt, der Garten war einſamer geworden. Ludovico ſchlich mit pochendem Herzen auf Nebenwegen der großen Cypreſſe zu. Als er in den abgelegenern Theil des Gar⸗ tens gelangt war, hörte er, in einem dunkeln Gebüſch vor ſich, murmelnde Stimmen; er ſtand ſtill, horchte auf und blickte ſpähend durch die Zweige. Da ſah er im Dämmer⸗ ſcheine des Mondes einen Mann von hohem Wuchs, der ſeine glänzende Feſtkleidung eben abgelegt und ſich von ei⸗ nem Mohren einen weiten ſchwarzen Mantel überwerfen ließ. Hierauf zog er die Schuhe ab und ein Paar Neiter⸗ ſtiefeen an, die ihm der Mohr gleichfalls reichte; endlich üllergab er demſelben ſeinen zierlichen Degen und ließ ſich dafür ein gewichtiges Ritterſchwert umgürten.—„Iſt Dein
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