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Namen mit ſcherzenden Anſpielungen hören mußte, die er nicht erwidern konnte. Ein ähnliches Unglück dieſer Art ſchien ihm bevorzuſtehen, denn eine ſchlanke Schöne, in der Tracht einer Zigeunerin, heftete ihre ſchwarzen brennenden Augen auf ihn und fragte:„Signor, ſoll ich Euch wahr⸗ ſagen? Was gilt's, ich errathe den Grund Eures düſtern Ausſehens!“
„Leicht möglich, ſchöne Donna,“ antwortete Ludovico ge⸗ zwungen lächend;„er liegt weder ſo tief, noch iſt er ſo geheim.“
„Ich ſehe aber auch in.die Zukunft; wollt Ihr mir Eure Hand vertrauen?“
Ludovico reichte ſie lächelnd dar.„Hm!“ ſprach ſie, in⸗ dem ſie ſie aufmerkſam betrachtete und hin und wieder be⸗ fühlte;„eine Hand, die viele Abenteuer weiſſagt! Die Mitternachtsſtunde wird Euch auf die Probe ſetzen!— An der großen Cypreſſe dort dürftet Ihr leicht ein Kleinod fin⸗ den und verlieren!— Sucht nur dort, was Ihr verlo⸗ ren.— Pfeile und Schwerter ſchneiden vergeblich durch Eu⸗ ren Lebensfaden; wenn ihn nur die Flamme nicht ver⸗ zehrt!— Haltet feſt, was ich Euch in die Hand drücke!“
Ludovico fühlte einen ziemlich ſtarken Druck, als würde ihm eine kleine Münze in die Hand gepreßt, und die ar⸗ tige Prophetin ſuchte ihm die Finger zur geſchloſſenen Hand zuſammenzubeugen. Er leiſtete willig Folge, um Das, was er zu halten glaubte, nicht zu verlieren. Sie zog darauf ihre beiden weichen Hände zurück und ſprach:„Schließt das Auge, zählt zwölf nicht raſcher, als die Uhr auf dem Thurme von San Mareo ſchlägt, und dann betrachtet den Talisman, den ich Euch geſchenkt!“
Ludovico that, wie ihm geboten war; als er jedoch das Auge öffnete und zugleich nach der Zigeunerin und ſeiner
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