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band.— Es gelang einem Jeden, den nachgeſuchten Ur⸗ laub zu erhalten. Zum Erſtenmale verſtellten ſie ſich gegen einander und ſuchten ihre Abſichten durch Täuſchung zu verſtecken. Gotthelf behauptete zum General commandirt zu ſein, Waldmann gab vor, für einen Kameraden auf Feldwacht ziehen zu wollen. Sie waren der Täuſchung zu ungewohnt, als daß nicht Jeder leicht des Anderen Verle⸗ genheit bemerkt haben würde, wenn nicht auch Jedem die Furcht, ſelbſt entdeckt zu ſein, den freien Blick geraubt hätte. Waldmann erinnerte Gotthelf noch daran, ſeine Piſtolen nicht zu vergeſſen, falls er für den General wegreiten müſſe; er ſelbſt hätte aber beinahe nicht bedacht, daß er auf der Feldwacht der Patrontaſche und der Piſtolen eben ſo gut bedürfe. So wenig geläufig waren ihnen die Künſte des Truges. Endlich gingen ſie, der Eine rechts, der Andere links, Jeder unter einem Vorwand einen Umweg nehmend. Die gegenſeitige Täuſchung wurde nur dadurch mäglich,
daß FJeder auf das bereitwilligſte annahm, was der An⸗
dere ihm ſagte, um nur Glauben für ſein eigenes Vorge⸗ ben zu erhalten.— Die Dämmerung war eingetreten, denn der Dienſt hatte ſie bis zum ſpäten Nachmittag gefeſ⸗ ſelt, daher dauerte ihr Urlaub auch bis zum Zapfenſtreich. Das hereinbrechende Dunkel begünſtigte ſie Beide, ſo daß ſie von einander unbemerkt dem Hauſe Kathy's nahe ka⸗ men. Gotthelf ging erſt nachſinnend vor ſich hin. Er machte ſich innerlich Vorwürfe, daß er Waldmann täuſche, deſſen Liebe er kannte, jedoch ſich beſchwichtigend dachte er: „Alles will ich ihm geben, nur das nicht! Wir können ſie ja doch nicht Beide beſitzen und mir iſt ſie gut, das hat ſie uns erſt geſtern gezeigt! Warum ſoll ich unglück⸗ lich werden, wo er doch nicht glücklich werden kann!“— Dabei trat er aus dem niederen Gebüſch hinaus ins Freie,
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