Teil eines Werkes 
16. Band = Neue Folge, 4. Band, Erzählungen : 2. Theil (1846)
Entstehung
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Nebengemach beſchäftigt geweſen und trat ein. Ach! rief ſie aus, als ſie die Fremden erblickte.Ja ſie ſind es wahrhaftig! Ach, kennt Ihr mich noch, Ihr meine Retter?

Beide erkannten ſogleich die arme Frau, der ſie im Walde das Leben gerettet, und die Freude dieſes Ereigniſ⸗ ſes ſteigerte die des Beiſammenſeins noch höher. Frau Werner mußte erzählen, wie es ihr ergangen ſei. Sie be⸗ richtete, daß ſie, durch ein herzliches Gebet zu dem Mut⸗ tergottesbilde im Walde geſtärkt, mit wahrem Troſt und wahrer Erhebung nach Hauſe gekommen ſei. Es ſei ihr zu Muthe geweſen, als habe eine tröſtende Stimme zu ihr geſagt:Du haſt Dein Letztes weggegeben, von nun an muß es beſſer mit Dir gehen! ,Freilich kam es an fangs noch trauriger, denn der Feind überfiel unſer Dorf und brannte es nieder. Ich wanderte aus, fand hier und dort nur flüchtige Aufnahme, wollte endlich nach meiner Heimat, wurde geplündert, kam hierher und geht es nun nicht beſſer? Unter ſolchen Geſprächen ging der Nachmittag hin. Doch ſo ſchnell die Stunden verflogen, verſäumten diesmal die pflichtgetreuen Soldaten doch die Stunde der Rückkehr nicht, ſondern waren zu rechter Zeit wieder im Lager.

Sie kamen nun, ſo oft es der Dienſt zuließ, und es verſtrich Woche auf Woche. Inzwiſchen wurde die Hoff⸗ nung zum Frieden wieder größer; von allen Seiten hörte man, daß die Mächte Europas geſonnen ſeien, dem ſieben⸗ jährigen Unheil ein Ziel zu ſetzen, und daß zu Hubertus⸗ burg Alles ins Reine gebracht werden ſolle.

Frau Kathy hatte ſich durch ihr Geſchäft im Kriege ein hübſches Stück Geld erworben; ſie dachte daran, ſich, ſo⸗ bald es nur Friede ſei, anzukaufen, und war auch nicht*

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