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um unſern Abſchied, den man uns herzlich gern geben wird, und Du gehſt mit nach Berlin zu meinem alten Pflege⸗ vater; dort fangen wir ein bürgerliches Gewerbe zu⸗ ſammen an. Du haſt das Schmiedehandwerk gelernt, ich war beim Sattler— das paßt zuſammen, da wollen wir ſchon gute Geſchäfte machen und haben unſer Lebtag noch immer mit der Cavalerie zu thun. Denn ein Pferd—
das gehört zu meinem Leben! Ja, wenn ich meinen Rap⸗ pen mitnehmen könnte! Nun, Du ſagſt ja nichts? Willſt Du?“
„Das verſteht ſich!“ antwortete Waldmann und ſchlug in die dargebotene Hand, aber nicht ſo herzlich und fröh⸗ lich, als es Gotthelf erwartet hatte.
„Nun, was haſt Du? Du biſt ja ſo betrübt bei ſo frohen Ausſichten?“ fragte Gotthelf erſtaunt.
„Ja, Gotthelf,“ ſprach Waldmann langſam,„Du kannſt wol froh ſein. Aber ich habe Urſache zum Kummer. Du haſt einen Vater, den Du liebſt, eine treue Mutter— wenn auch nur Pflegeeltern— ich habe keinen Menſchen auf der ganzen Welt!“
„Darum mußt Du um ſo mehr mit mir kommen! Haſt Du mich nicht? Und mein Vater wird Dein Vater auch! Der iſt ſo gut; wenn er könnte, ſo wäre er der Vater für alle brave Huſaren in der ganzen Welt!“
„Das iſt ſchon recht,“ fuhr Waldmann traurig fort, „allein— ich muß Dir's nur ſagen, mit dem Gewerbe— das wird nichts.“
„Nichts! Und warum nicht?“.
„Weil— weil ich, Dir, mein Herzensbruder, kann ich Alles ſagen und es müßte ja doch einmal zur Sprache kommen— weil ich keinen Taufſchein habe und gar nicht beweiſen kann, wie und warum ich Waldmann heiße.“


