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nur zu ſehr, wie ſie ihm nicht widerſprechen dürfte, noch Einhalt thun könnte, wenn er auch noch weiter gehen wollte; denn durch ihre ſtrafbare Schwäche hatte ſie ſich ihm unterworfen und er war ihr Gebieter geworden.
Es war ihm läſtig, daß Anna ſein Geſpräch mit Loui⸗ ſen geſtört hatte. Er gab es ihr zu verſtehen; dieſe be⸗ ſchäftigte daher das Kind mit ihrem Spielzeuge und ſchlug Schwarzeck einen Spaziergang in den Garten vor, der eben noch von der ſinkenden Sonne auf's freundlichſte beleuchtet wurde. Dies nahm er an und ſie gingen hinaus.
Indeſſen war Ernſt auf dem Felde umhergeſchweift. Er hatte ſeinen Lieblingsweg eingeſchlagen, nach dem Birken⸗ hügel hinauf, von wo er die Gegend weit überblicken konnte. Hatte ihn ſchon ſonſt, als der Vater noch lebte, die leb⸗ haften Knaben ſo eigenthümliche Sehnſucht in die Ferne oft mächtig ergriffen, ſo zog es ihn jetzt mit um ſo ſtär⸗ keren Banden hinaus, da die Heimat ihm keine Freude mehr darbot. Er ſah die beiden Thürme der nahegelegenen Stadt im Abendgolde aufſteigen; weiter darüber hinaus, in bläulich nebeliger Dämmerung konnte man Str alſund liegen ſehen und ein dunkelblauer ins Violette ſchimmern⸗ der Streifen, der ſich weit über den Horizont zog, bezeich⸗ nete die Oſtſee, die der Knabe noch niemals in der Nähe geſehen, wovon ihm aber der Vater ſchon ſo oft erzählt und das Verſprechen gegeben hatte, ſobald ſich's nur ſchicken laſſe, wolle er mit ihm dahin. Tauſend Bilder jener ver⸗ hüllten Herrlichkeiten, verborgenen Wunder und ſtaunens⸗ werthen Abenteuer, die ſeiner in der Welt harren möchten, ſtiegen vor ſeiner Seele auf. Er ſetzte ſich auf den Raſen und überließ ſich ſeinen Träumen, die ihn über die traurige Wirklichkeit täuſchten. Die Sonne ſank, lange ſtarrte er
ihr nach in das dunkelglühende Herbſtabendroth, bis ſchwarz⸗
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——ÿʒᷓ½ꝛõ·


