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zen verſammelten Gemeinde die ehrenvolle Gedächtnißrede hielt, ſowie auf dem Gottesacker, wo er nochmals ein rüh⸗ rendes Wort und Gebet ſprach, war Ernſt mit der Mut⸗ ter und Schweſter zugegen. Dieſe und alle Umſtehenden weinten, aber ſeine Thränen waren verſiegt; er ſah nur bleich und gramvoll aus, und die düſtere Beklemmung ſei⸗ ner Bruſt verſagte ihm den ſanft ſich löſenden und auswei⸗ nenden Schmerz.
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Am Nachmittage ſprengte ein Reiter vor das Pfarr⸗ haus; es war ein ſtattlicher Mann in beſten Jahren, wohl⸗ , gewachſen mit einem ſchwarzen Knebelbart, lebhaften Au⸗ gen und hoher Stirn. Ernſt, der am Fenſter ſtand, be⸗ trachtete ihn ſtaunend und mit Freude, denn der ſchöne Mann gefiel ihm wohl und das prächtige Pferd reizte ſeine muthige Knabenluſt. Der Fremde betrachtete das Haus mit prüfenden Blicken und fragte ihn dann:„Iſt dies das Pfarrhaus, mein Sohn?“—„Ja wol“ erwiderte Ernſt, und wollte hinzuſetzen, aber der Pfarrer iſt heut begraben, als der Reiter ihn ſchon mit den Worten unterbrach:„Ich möchte gern die Frau Pfarrerin ſprechen. Sie iſt doch zu Haus?“—„Ja wol,“ bejahte Ernſt,„aber im Garten.“— „So ſei ſo gut, mein Sohn, und ſage ihr, der Rittmeiſter von Schwarzeck wünſche ſie zu beſuchen. Kann mir in⸗ deſſen wol Jemand das Pferd abnehmen?“—„Ich ſelbſt,“ rief Ernſt und ſprang hinaus. Er nahm das Thier, um es in den Stall zu führen und dann die Mutter zu rufen. Der Gaſt trat indeſſen ins Haus.
Louiſe erröthete und erblaßte, als Ernſt ihr die Bot⸗ ſchaft brachte. Denn es war Niemand anders als liebter, um deſſentwillen ſie die heiligen Pflichten d
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