Teil eines Werkes 
15. Band = Neue Folge, 3. Band, Erzählungen : 1. Theil (1846)
Entstehung
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4.

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menhang der Verhältniſſe auseinanderzuſetzen. Doch ließen einige mündliche Aeußerungen Schepphäuſer's, die ich erſt ſpäter verſtand, mich gleich damals auf eine höchſt ſetſame Verknüpfung der Umſtände ſchließen. Da die Unbekannte, welche wunderſchön, aber bleich wie Marmor war(ra⸗ benſchwarzes Haar ringelte ſich ihr um den glänzenden Nacken) nach Prag reiſte, ſo habe ich jedoch Hoffnung, ihr noch einmal auf die Spur zu kommen. Niemanden konnte es entgehen, daß ſowol Schepphäuſer als Hyacinth durch ihren Anblick auf das heftigſte erſchüttert wurden. Eine Zeit lang blieb Schepphäuſer ſtill und finſter, wie ein düſterer Fels; Hyacinth dagegen ſprach ſehr hewegt mit der wunderſchönen Frau und dieſe ſchien ihm gern zuzuhören. Ihr Begleiter, ein wahrer Coloß von einem Mann, ſaß ernſt, ohne eine Silbe zu ſprechen, am obern Ende des Tiſches, zunächſt dem Feuer. Plötzlich brach Schepphäuſer ſein ſtarres Schweigen und ging in eine ausgelaſſene Luſtigkeit über. Beſonders neckte er Hyacinth auf alle Weiſe und ſchien faſt die Abſicht zu haben, ihn bei der ſchönen Frau lächerlich darzuſtellen. Es wurde uns ordent⸗ lich angſt dabei. Von allen Wunderlichkeiten und Tollhei⸗ ten, welche er in Gang brachte, iſt mir jedoch ein Geſpräch oder eine Art Streit zwiſchen ihm und Hyacinth unvergeß⸗ lich geblieben, ich ſetze es her, wie ich es im Gedächtniß behalten habe!

Hyacinth hatte ſich in einen warmen Pathos hineinge⸗ ſprochen und viel tief Empfundenes, mitunter nicht ganz Uebles über die Seltſamkeiten und den abenteuerlichen Cha⸗ rakter der Gebirgsgegenden und Gebirgsbewohner geſagt. Er äußerte unter Anderm mehr zu der Schönen, als zu Schepphäuſer:Die poetiſche Natur des Menſchen wird durch die Wunder des Gebirgs mächtig angeregt; dies be⸗