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kundet ſich in Sitten, Trachten, in der Sprache, vorzüglich aber in den Namen. Schon in meiner Jugend erfüllten mich die tönenden Namen des Schweizergebirges mit wun⸗ derbar ſchauerlichen Ahnungen. So z. B. Finſteraarhorn, Jungfrau, Mönch, Teufelsbrücke und viele andere. Iſt dies nicht ein Beweis, daß ſelbſt in der früheſten Zeit der an die Schrecken und Wunder der Natur gewöhnte Gebirgs⸗ einwohner doch die ſchauerliche Majeſtät der erhabenſten Punkte tief empfand? Und wiederholt ſich nicht dieſe Er⸗ ſcheinung in allen Gebirgsgegenden? Hüllt ſich nicht jeder auffallende Punkt in den geheimnißvollen Schleier einer Sage? Umziehn die Volksmärchen nicht die Gipfel der Felſen wie Nebelgebilde der Wolken und verleihen ihnen ſo einen romantiſchen Reiz, der ſich ewig erneut? Und faſſen ſich nicht in den Namen, die aus dem Schooſe der Volksſagen ſtammen, alle jene ſchauerlichen, heilig ehrwür⸗ digen Anklänge zuſammen? Man reiſe den Rhein hinunter; wie bewegen uns die Namen: Drachenfels, Löwenburg, Wolkenburg(„Und Katz' und Maus bei St. Goar,“ murmelte Schepphäuſer für ſich), Lurleifels, Falkenſtein, Rolandseck und unzählige andere! Was haben nicht der Schwarzwald, der Odenwald, der Thüringerwald, der Harz für ähnliche Klänge aus der grauen romantiſchen Vorzeit mit herübergebracht? Und nun vollends hier das Rieſengebirg, in deſſen Bann ein eigner Geiſt als Beherrſcher gebietet, wo jeder Stein, jeder Bach uns an eine wunderbare Sage erinnert, die aus dem dichteriſchen Leben des Volkes ent⸗ ſprang! Mich entzücken ſo hochtönende, tauſend Gefühle und Vorſtellungen erweckende Namen, wie Schneekoppe, Sturmkoppe— Schepphäuſer. Oder Katzenberg, Hummelberg—
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