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lichſte, dieſen Lehrſatz faſt als ein Axiom betrachten darf, ſo erlaſſen Sie mir weitere und umſtändlichere Beweiſe. Doch des rhetoriſchen Schmuckes wegen erlauben Sie mir einige Lieblingsnarrheiten unſeres Jahrhunderts zu ſpecifici⸗ ren. Sie ſind: Der Pietismus, der Adelsſtolz, die Lieb⸗ haberei zum Ballet, zur Jagd und noch einige tauſend Dutzend andere, die ich discurſive abzuhandeln denke. Ehe ich aber auf die Einzelheiten eingehe, muß ich Ihnen be⸗ merken, daß ich im zweiten Theile darzuthun beabſichtige, wie eben dieſe Narrheiten auch die Lieblingsſchurkereien un⸗ ſerer Brüder ſind; und im dritten, daß auch ihre Haupt⸗ dummheiten, weshalb ich das Menſchengeſchlecht zu dem der Eſel claſſificire, darin beſtehen. Die große Schlußfolge meiner Rede wird die ſein, daß ich die wahre Dreieinigkeit der vollkommenen menſchlichen Seele, aus obigen drei Ele⸗ menten conſtruire, mithin, daß ſie in ihren höchſten Gra⸗ den identiſch ſind. Alſo zur Sache. Doch halt, Geehreeſte, wenden Sie ſich gefälligſt um und ſehen Sie die Wolke, welche auf uns anrückt. Ich glaube, andächtige Zuhörer, der Satan ſteckt darin, oder mindeſtens ein Cenſor, der meiner Rede das Mark ausſaugen will, unter dem Vor⸗ wande, es ſei giftiger Eiter. Allein, Spaß bei Seite, wir werden naß, wenn wir nicht unterducken; der Teufel, An⸗ dächtigſte, hole das Predigtamt im Freien. Bei ſchönem Wetter bin ich der Mann zu Uferpredigten ſo gut wie Koſe⸗ garten, aber“——
Hier fing in der That der Wind dermaßen zu heulen an, daß Schepphäuſer ſich nicht mehr verſtändlich machen konnte. Eine dichte Nebelſchicht wälzte ſich gegen das Ge⸗ birg heran und in wenigen Minuten waren wir, die wir ſo eben noch vom Mühliſchau bei Teplitz bis zum Gröͤditz⸗ berg klar ſehen konnten, ſo in die Wolken gehüllt, daß wir


