Teil eines Werkes 
15. Band = Neue Folge, 3. Band, Erzählungen : 1. Theil (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

verderbliche Natur wird Euch hier erſt klar werden. Wo er ruht in ſeinem Lager, da erſtarrt und verdorrt Alles um ihn her. Nur der nackte, kalte Stein umgibt ihn und dient dem winterlichen Schnee zum Lager. Hier grünt kein Baum, hier blüht keine Blume, kaum daß armes Moos den Felſen dürftig umſpinnt! Kommt alſo heran, Ihr Sterblichen, nahet Euch von Oſten, Weſten, Mittag und Mitternacht. Die letzte Qual, die Euch der verräthe⸗ riſche Mammon bereiten ſoll, ſei die, daß Ihr ihn mühſam und keuchend hierher ſchleppt und dann niederſtürzt in dieſe furchtbare Kluft, die ſich hier vor Euch öffnet. Dort möge nie ein Strahl des Tages ihn berühren, nie ein menſchli⸗ ches Auge ſeinen Blick auf ihn werfen! Dann kehrt zurück in Eure friedlichen Thäler; der Bach wird Euch tränken, die Frucht des Baumes und des Feldes Euch erquicken, das wollige Lamm Euch kleiden. Die Sorge wird flüchten, wie jene ſchwarze Wolke vor uns, die der Sturm dahinjagt, und ewig heiter und blau wird der Himmel über Euch lächeln.

Amen, Amen! rief Schepphäuſer; Hyacinth ſtieg von der Felſenkanzel herab. Bravo Freund! redete ihn der College an, Du haſt Dich aus der Affaire ge⸗ zogen, wie Demoſthenes! Jedem Finanzminiſter würde Deine Rede Thranen der Freude entlockt haben. Gebt mir Euer Geld, damit es Euch nicht weiter beunruhige und ich allein den Satan im Kaſten habe! Wie geſagt, vor⸗ trefflich! Haſt Du im Namen des Berggeiſtes geſprochen, dem hier das Revier gehört, ſo muß ich Dir nachſagen, daß Du viel Anlage zu einem conſtitutionellen Monarchen haſt:Gebt mir Alles, was Ihr habt, und nun regiert Euch ſelber!,, Das iſt die große Lehre Deiner Rede für alle Völker. Komm her, Junge, küſſe mich! Ich hätte