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zieht, bis an die Kette der böhmiſch-ſächſiſchen Berge, welche die brauſende Flut der Elbe in den Zeiten des Chaos wild durchbrach; von dem ſchauerlichen Glätzergebirg bis an den in ſanften Hügeln verlaufenden Kamm dieſer Rieſenberge ſende ich meine Augen und erblicke in Thälern und auf Hö⸗ hen, in Städten und Dörfern das Geſchlecht der Menſchen in ſeiner dunkeln Beſchränktheit hinlebend von einer Stunde, von einem Tage zum andern. Ihr Alle horcht auf und verneh⸗ met das Gebot göttlicher Lehren. Ich bin gekommen, Ihr Sterblichen, um Euch Eure Thorheiten zu zeigen, um Euch darzuthun, daß Ihr die Zerſtörer Eures eignen Glückes ſeid. Früh, wenn der Morgen graut, ergreift Ihr den Spaten, ſpannet die Stiere vor den Pflug, ſchwingt den Hammer über den Ambos, führt die Feder oder das Schwert und mühet Euch ab im Schweiße Eures Angeſichts, bis der ſinkende Abend Euch ermattet auf's Lager wirft. Und ge⸗ nießet Ihr dann der Ruhe? Nein, das finſtere Geſpenſt der Sorgen tritt an Euer Lager und verſcheucht den Schlaf von Euern Augenlidern. Dieſe ewige Qual zerſtört Euern Leib, Eure Seele; das Gift der Krankheiten, der Unzufriedenheit und Schwermuth durchſchleicht Euch nagend und folternd. Ihr ſinkt dahin in ein frühes Grab, ohne je die Freuden des Lebens gekoſtet zu haben. Und warum das Alles? Nur weil Euch die Gier nach den dreifach ver⸗ wünſchten Schätzen des Gebirgs, nach den Silber⸗ und Goldſtufen in der tiefen Kluft der Felſen verzehrt.„Auri sacra fames!“ So heißt der Drache, der vor der Pforte Eures Lebensglückes ſitzt und Euch mit ſeinen goldglühen⸗ den Augen anſtarrt und den Goldfeuer ſprühenden Rachen gegen Euch öffnet, um Euch den Eingang zu verwehren.“
Umgekehrt, Hyacinth! Mit Gold öffnen wir jede Pforte


