Teil eines Werkes 
15. Band = Neue Folge, 3. Band, Erzählungen : 1. Theil (1846)
Entstehung
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(Anmerkung Hyacinth's.) Ganz unrecht haſt Du nicht. Aber die Bemerkung iſt zu rauh. Ich denke auch bei mei⸗ nem Strauß nicht an die Alte, ſondern an die ſchöne Mi⸗ nute, die ich auf der Stelle genoß, wo er wuchs.

(Anmerkung Schepphäuſer's.) Meinethalben!

Als wir bei den ſteilen, furchtbaren Rändern der Schnee⸗ gruben, die ſich in ſchwindelnder Tiefe ſchroff hinabſenken, angelangt waren, ſchien das Wetter ſich ändern zu wollen; von Norden her zogen trübe, ſchwere Wolken heran. Wir raſteten hier einen Augenblick an den Felſen, die den Na⸗ menRübezahl's Kanzel führen. Ich kam auf den Einfall, die beiden wunderlichen Leute zu einer Rede von Rübezahl's Kanzel herab aufzufordern. Sie ergriffen den Gedanken mit Begierde. Hyacinth trat zuerſt hinauf. Er ſchien ſich darauf zu freuen, daß ich ihm andächtig zuhören ſollte, und begann mit Emphaſe:

Erhabener Gebieter dieſes Gebirges, wunderbarer Berg⸗ geiſt! Ein Sterblicher betritt hier den Felſenſtuhl, von dem Du Deine Geiſter anredeteſt, um zu Sterblichen zu reden. Aber er fleht Deine Wunderkraft an, er begibt ſich in Dei⸗ nen zauberiſchen Schutz. Erfülle mir, großer Berggeiſt, eine Bitte! So weit mein Auge von hier aus über die Erde ſchweift, ſo weit möge meine Stimme in das Herz der Menſchen dringen.

Ein anſehnliches Auditorium, bemerkte Schepphäuſer.

Von der alten Hauptſtadt Schleſiens, von dem Sitze Wratislaw's, bis dahin, wo Libuſſa ihr prachtvolles Schloß gebaut; von den Ebenen, die der Strom der Oder durch⸗