Teil eines Werkes 
15. Band = Neue Folge, 3. Band, Erzählungen : 1. Theil (1846)
Entstehung
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Froſt zu klappern oder auf einer Bergſpitze mit weiter Ausſicht, wie der Berg ſelbſt, eine Nebelkappe aufſetzen zu müſſen, die nicht uns, ſondern Alles um uns her unſichtbar macht.— Aber die Sonne ſchien, der Himmel war blau, die Bäume grün, die Luft erquickend, die Bäche glänzten ſilbern und wir erreichten die Glashütte zwiſchen dem Kochel⸗ und Zackenfall beim ſchönſten Wetter. Dieſe Phraſe hätte auch Hyacinth ſchreiben können. In der Glashütte beſtellte meine Berlinerin Vielerlei und lud mich ein, ſie in Berlin zu beſuchen, um aus allen den neuen Gläſern zu trinken; ich fragte ſie aber abſichtlich nicht nach Namen und Wohnung, weil ich ſie um ihrer beiden unangeneh⸗ men Acceſſorien willen zu vermeiden gedenke. Es blüht mein Waizen ja wol noch anderwärts. Ich beſtellte in der Hütte eine Bowle mit Inſchriften auf die Juliusrevo⸗ lution und ein Dutzend Gläſer dazu mit Lafitte's, Con⸗ ſtant's, Perier's und Anderer großen Namen. Komme ich nach Haus, ſo gebe ich Feſtins wie ein Geſandter und lade mir lauter Abſolutiſten ein, daß ſie erwürgen vor Aerger, wenn ſie aus meinen Gläſern trinken und ihnen der beſte Wein zu Gift wird, weil der Name eines Ehrenmannes darin funkelt.

Der Zackenfall iſt kein Niagara, aber doch leidlich zu betrachten. Hyacinth gerieth in Extaſe. Mir ging's nicht nicht ſo gut; das berliner Gewäſch klang mir wie eine klappernde Mühle in das Brauſen des Falles und be⸗ täubte mir das Ohr. Wenn man dieſe widerliche Sprache aus dem Munde eines ſchönen Mädchens hört, ſo wird ſie Einem noch verhaßter; ich kann es auch beſſer ertragen, daß ein alter Drache ſchmutzig ausſieht, als ein hübſches Kind. Mein Bedauern, daß wir am Zackenfall von einander ſchie⸗ den, war daher gering, und es geſchah mehr, um der klei⸗