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Schmuck der Locken, wie mit einer Senſe abzumähen. Un⸗ ter dem Vorwande, das äͤſthetiſche Paar auf einen recht romantiſchen Standpunkt zu führen, um Thal und Waſſer⸗ fall zu überſchauen, lockte er den Vogel an die Stelle, wo die Leimruthe oder das Fanggarn aufgeſtellt war. Er bog, indem er voranging, den Zweig höflich zurück. So wie aber die Comteſſe in die Falle gegangen war, ließ er ſie zuſchnappen und traf ſo glücklich das Ziel, daß auch in demſelben Augenblick die Haartour, die, wie Abſolon's Schopf, wol nur in dem Zweige hängen bleiben ſollte, ihre Luft⸗ und Waſſerfahrt zugleich antrat. Meines Erachtens benei⸗ dete Comteß Lina den Sohn Davids nicht nur deshalb, weil er natürliches Haar trug, ſondern auch, weil er zu⸗ gleich mit demſelben im Baume hängen blieb und das Glück hatte, von Joab's Speer durchbohrt zu werden, ſo daß man eher über ihn weinte als lachte. Die ſchallenden Echos belehrten aber die Comteſſe, daß ihr das entgegenge⸗ ſetzte Schickſal beſtimmt ſei; zur Compenſation fing ſie ſel⸗ ber an zu weinen, nachdem ſie ſich von der Ohnmacht, in die ſie ſogleich ſank, erholt hatte. Die kleine Schneider⸗ meiſterin und ihre Mama kicherten ſich halb todt über den Vorfall, ohne zu ahnen, daß eine Abſicht dabei im Spiel geweſen wäre. Hyacinth hatte auch kein Arges, aber aus den Mienen der Kammerjungfer und aus Schepphäuſer's übermäßigem Eifer, die Perücke wieder aufzufiſchen, die er am Ende auch glücklich aus den Wellen angelte, mußten wir gleich damals ſchließen, daß nicht der Zufall allein ſein boshaftes Spiel getrieben habe, wenn wir auch nicht gleich aus dem Tagebuche das Nähere erfuhren.— Die Com⸗ teſſe ſpielte die Kranke, ließ ſich halb von der Zofe, halb von Hyacinth tragen und wankte ſo, in Thränen, weit
hinter den Uebrigen zurückbleibend, der Geſellſchaft nach.—


