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gaffte ihn von oben und von unten. Hyacinth ſagte eini⸗ ges Gefühlte über den ſchäumenden Silberſtrom, den ſchauer⸗ lichen Felſenkeſſel, die geheimnißvolle Nacht der Waldung und dergleichen äſthetiſch⸗romantiſche Objecte mehr. Die Comteſſe ſtimmte, jemehr ihr der blonde, zarte Jüngling die Cour machte, in dieſen poetiſchen Ton mit ein. Wir Alle wußten nicht recht, was Schepphäuſer wollte, der ſeine niedliche Schneidermeiſterin verlaſſen hatte, immer um das äſthetiſche Paar her ſchlich und ſie bald hier, bald dort in Klüfte und Gebüſche führte. Plötzlich hörten wir einen lauten Schrei und zugleich ein ſchallendes Ge⸗ lächter der Führer und einiger derben Gebirgsleute, die an dem Waſſerfalle eine kleine Reſtauration aufgeſchlagen hat⸗ ten. Wir ſahen uns um und ſiehe, eine reiche Tour des ſchönſten braunen Haares flatterte in den Lüften und der Wind trug ſie ſanft bis auf den Spiegel der Kochel, die den ſchönen Lockenſchmuck ſogleich in ihre braufenden Ge⸗ wäſſer hinabſtürzte. Der Gang der Sache war der gewe⸗ ſen. Die Comteſſe kokettirte nicht wenig mit ihrem reichen ſeidenen Haar und hatte ſich ſowol von Hyacinth, als von Schepphäuſer ſchon manches Schmeichelhafte deshalb ſagen laſſen. Wie der Letztere es herausgebracht haben mochte, daß Locken, Chignon, kurz Alles falſch ſei, wußten wir nicht, denn in der That, der Bau war ſo künſtlich con⸗ ſtruirt, daß Niemand es ahnte. Ich vermuthe, die Kam⸗ merjungfer hat die Herrin verrathen. Schepphäuſer's gan⸗ zer Kriegsplan ging jetzt dahin, die verdeckte Stellung der Gräfin zu demaskiren, doch wollte er ſelbſt dabei völlig unſchuldig erſcheinen. Er paßte daher ſo lange, bis er einen elaſtiſchen Baumzweig fand, der, wäre er ſcharf wie ein Schwert geweſen, gerade in der rechten Höhe gewachſen war, um einer darunter weg paſſirenden Schönen den


