Teil eines Werkes 
15. Band = Neue Folge, 3. Band, Erzählungen : 1. Theil (1846)
Entstehung
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datirt. Ich entſinne mich ſehr wohl, wie Schepphäuſer und Hyacinth, während wir dort auf das Frühſtück warte⸗ ten, zu beiden Seiten von mir ſaßen und emſig ſchrieben. Da ich die Reiſe mitgemacht, ſo kann ich aber dem Leſer erzählen, wie wir in die ſchleſiſche Baude gelangt ſind. Nachdem wir den Kynaſt hinlänglich betrachtet hatten, ſtiegen wir durch den romantiſchen Habichtsgrund hinab und nah⸗ men unſern Weg nach dem Vitriolwerk von Schreibershau, wo mitten im romantiſchen Gebirg ein ländliches Gaſthaus uns aufnahm. Das Vitriolwerk iſt längſt in Verfall ge⸗ rathen. Es befindet ſich jetzt eine Glasniederlage daſelbſt, die viele Käufer anlockt. Da zugleich die Gegend ſehr ſchön iſt und man von dieſem Punkte aus die meiſten Gebirgspartien am beſten erreicht, z. B. den Kochelfall, den Zackenfall, die Schneegruben u. ſ. w., ſo pflegt das Gaſthaus ſehr beſucht zu ſein. Schepphäuſer's Notizen über⸗ gehen dieſen ganzen Tag; er beginnt erſt mit der Fußwan⸗ derung, die wir am andern Morgen auf das Gebirg an⸗ traten. Von Hyacinth's Tagebuche iſt gar ſehr wenig aus dieſer Zeit vorhanden. Ich muß daher jetzt die Auszüge durch meine eignen Berichte ergänzen, welches mir um ſo leichter werden wird, als ich auf den engen Gebirgspfaden der ſtete Augen- und Ohrenzeuge beider Reiſenden war und ihre Geſpräche bisweilen mehr enthielten, als die Blät⸗ ter ihrer Tagebücher, die ich beſitze.

Wir waren gegen Abend im Vitriolwerk angelangt, wo wir muntere Geſellſchaft antrafen, die theils aus Warm⸗ brunn, theils aus dem Gebirg herabgekommen war. Es mochten im Ganzen etwa zwölf Perſonen ſein, unter denen mir folgende die merkwürdigſten waren. Eine dicke Gräfin aus Prag, mit ihrer keineswegs ſchönen Tochter, die ſich's aber in dem rauhen Gebirg doch gefallen ließ, daß die Ro⸗

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