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vor Krankheit, Gicht und feuchter Moderluft. Peſtillenz und Hölle! Der Feudalismus iſt ſelbſt gegen den Vanda⸗ lismus wahrhaftig noch ein Satan.— Es machte mich ver⸗ flucht irre, daß ich zwiſchen jeder Mauerluke hindurch im⸗ mer wieder die hirſchberger und ſchmiedeberger Landſtraße ſah, wo ihr Wagen rollte. So gern ich in einen liberalen Grimm gegen den höhniſchen, kalten, blutluſtigen Ariſtokra⸗ tismus des Mittelalters gerathen wäre, ich konnte es nicht recht vor Wehmuth. Im Ganzen habe ich gegen die Burg und ihre Naritäten nichts, auch ſind die Geſchichten ganz drollig und mitunter nicht übel, die man davon er⸗ zählt. Doch eine zierlich eingerichtete, ſaubere, an verfalle⸗ nen Stellen gut ausgemauerte Ruine, die ſowol zum Ge⸗ brauch bequemer Reiſenden mit Treppen, Ruhebänken, Pa⸗ villons, Ausſichtsplätzthen und des Teufels Kram mehr verſorgt iſt, iſt immer ein ärgerliches Ding. Die abge⸗ ſchmackte Welt, unter welcher ich vornehmlich die vornehme verſtehe, iſt ganz des Satans auf Ruinen, oder vielmehr auf Ruinchen. Entweder bauen ſie ſich verfallene Thürm⸗ chen in ihren engliſchen Gärten, oder umgekehrt engliſche Gärten in und um die verfallenen Schlöſſer. Ich möchte es gelten laſſen mit dem heidelberger Schloß, das dicht an der Stadt liegt und auch ohne Anlagen bald ſeine ſchöne grüne Wildniß verloren haben würde, weil jeder Student oben eine Pfeife rauchen, ein Maß Bier ſaufen, ein Commerslied brüllen, ein Mädchen pouſſiren müßte. Allein den Gipfel des Kynaſt ſähe ich zehnmal lieber in ſeiner natürlichen üppigen Pflanzendecke, als mit der halben Gar⸗ tenſchaberacke geputzt; und vollends die Ruine mit ihren hölzernen Treppen ſieht aus, wie in Holland die Gärten, wo man die Stämme der Bäume weiß anſtreicht. Ein großer Gewinn wäre es ſchon, daß, wenn dieſer moderne


