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hier oben weile der ſchönſte Ritter, ihr dereinſt zum hol⸗ den Gatten beſtimmt!“— Ich geſtehe, dieſe Antwort gab dem Reiſewagen für mich nun auch ein romantiſches Intereſſe. Ließ er mir aber wol einen Augenblick das Fernrohr, um ihn zu betrachten? Endlich gingen wir, auf wiederholtes Mahnen des Führers, um das Innere der Burg und ihre Merkwürdigkeiten, nebſt den herrlichen Sa⸗ gen, die ſich daran knüpfen, kennen zu lernen. Beſonders ſchauerlich hat mich die weniger bekannte von——
Hier hat der Wind uns wieder die Fortſetzung entführt. Einigen Erſatz gewährt uns folgendes Blättchen
Schepphäuſer's Tagebuch.
—— keit abdarben wollen. Bilde ſich aber nur kein Ver⸗ leger ein, der etwa auf meine Reiſebeſchreibung ſpeculirt, daß ich ihm hier ein ſolides Verzeichniß und eine exacte Specification aller der Merkwürdigkeiten geben werde, die wir in dem alten Eulenneſt in den Kauf nehmen mußten. Burgverließ, Weinkeller, Kapelle, Pulvermagazin und des Teufels Großmutter wurden uns gezeigt. Ich meines Theils hätte aber lieber den Lammsbraten geſehen(denn mich hun⸗ gerte kirgiſiſch), welchen der zahme Wolf fraß, eine Mahl⸗ zeit, die der gute Graf Schafgotſch für ſeine eigne Henkers⸗ mahlzeit ausgeben konnte, ohne zu lügen; ich hätte item lieber die ſchöne Kunigunde ſelber geſehen, als das roth⸗ borſtige Fratzenbild, das man uns vorſetzte, um uns von dem Kuſſe mit etlichen Silberlingen loszukaufen; auch hätte ich mir in der That mehr und Beſſeres dabei gedacht, wenn mir die Hochzeitkammern gezeigt worden wären, als mir bei den Marterkammern des Verließes einfallen wollte, wo man arme Teufel oder arme Ritter einſperrte, bis ihnen das Fleiſch von den Knochen dorrte vor Hunger oder faulte 15


