Teil eines Werkes 
15. Band = Neue Folge, 3. Band, Erzählungen : 1. Theil (1846)
Entstehung
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dunkeln Locken, hervortrat, da war es, als blitze es etliche Male in der Wolke und donnere unterirdiſch dazu; dann aber zog das Gewitter ab, nämlich der ganze Mann ohne zu grüßen ins Haus hinein.

Eveline wählte dieſe Zeit zu ihren Spaziergängen, weil der Oheim alsdann gewöhnlich, Harry gewiß noch ſchlief. Seit dem Geſpräche über ihre Verheirathung hatte das arme Mandeföſ üble Tage. Sir Atwood war ihr Vormund. Er behiente ſich dieſer Autorität jetzt, wie ge⸗ wöhnlich die Fürſten der ihrigen, um Das, was er nicht durch vernünftiges Recht und Billigkeit erwerben konnte, durch Gewalt zu ertrotzen. Nämlich durch indirecte. Zur Heirath mit Harry konnte er ſein Mündel freilich nicht zwingen, aber er belagerte und blockirte ſie wie eine Feſtung, indem er ihr jede frohe Minute, jede billige Freiheit ab⸗ ſchnitt, um ſie endlich zur Uebergabe und Capitulation auf ſeine Bedingungen zu nöthigen. So hatte er ihr jeden Beſuch, jedes Geſpräch mit dem würdigen James Skey unter dem Vorwande unterſagt, daß dieſer Mann einen unauslöſchlichen Haß gegen die Familie Atwood hege, weil er in ſeiner Eitelkeit wähne, man habe ihn nicht genug belohnt, ſondern kränkend zurückgeſetzt(das Letztere war frei⸗ lich wahr). Er ſuche daher dem Fabrikgeſchäfte durch jede Art der Verleumdung Abbruch zu thun. Dies war frei⸗ lich erlogen und Sir Atwood glaubte ſo wenig daran, wie irgend Jemand in der Welt; allein er kannte Evelinens Neigung zu dem alten Mann und folglich mußte er ſie durch das Verbot des Geſprächs(an Umgang wurde ja gar nicht gedacht) kränken. Sie gehorchte, obwol innerlich empört, weil ſie ihrem Oheim auch nicht den Schein des Unrechts als Vorwand gegen ſie in die Hand geben wollte.— Fragt Euch jetzt, liebe Leſerinnen, ob Eveline glücklich war.

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