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Hoffnung des andern Tages eine Stunde mit ihr zuzubrin⸗ gen vergeblich ſei. Recht aufrichtig hatte ſie es daher be⸗ klagt, daß ſie gerade den einzigen Tag abweſend war, wo ſie die Jugendfreundin nach ſo langer Zeit einmal ordentlich hätte ſprechen können. Beide Mädchen verhießen ſich da⸗ her gegenſeitig nächſtens einen Beſuch, ohne zu bedenken, wie Vieles denſelben hindre. 3 Als Miß Atwood und ihr Begleier ein Strecke hin⸗ weg waren, rief Jenny aus:„Ja ſie iſt noch dieſelbe gute Eveline wie ſonſt, ihr Glück, ihr Reichthum haben ſie nicht verdorben. Aber iſt Sir Harry ihr Bräutigam, lieber Va⸗ ter?“—„Es heißt allgemein, Sir Atwood wünſche ſeinen Sohn mit ſeiner Nichte zu verheirathen.“—„Vater“— fuhr William mit einem Tone auf, der ihn verrathen mußte, wenn er auch nichts hinzugeſetzt hätte—„Vater, iſt das wahr? Unmöglich!“— Der Alte ſah ihn ernſt an und ſprach:„Lieber Sohn, es iſt ſo und ſcheint mir na⸗ türlich. Du ſcheinſt tief davon getroffen zu werden!“ William ſchwieg einen Augenblick, dann ſprach er:„Und warum ſollte ich's meinem Vater, meiner Schweſter, die mir die Nächſten in der Welt ſind, nicht geſtehen, daß ich dieſes ſchönſte aller Herzen tief, unüberwindlich liebe? Ihr werdet es begreifen und, ſo unmöglich es mir iſt, ſie zu beſitzen, mich nicht mit der kalten Klugheit des Verſtandes für meine Thorheit ſchelten. Ich, der arme William, der kaum ſich ſelbſt ernährt, der aus Liebe zu den Wiſſenſchaf⸗ ten eine vielleicht zu äußerm Glück führende Bahn nicht zu betreten vermochte, der alſo weder dereinſt Schätze zu hoffen, noch jetzt in die Wagſchale zu legen hat, mit welcher Sir Atwood ſeine Nichte und ihren Werth abwägt— ich der ich— genug, ich weiß am beſten, wie wenig Hoffnung ich habe! Aber dennoch glaub' ich, Ihr werdet mich nur un⸗


