Teil eines Werkes 
15. Band = Neue Folge, 3. Band, Erzählungen : 1. Theil (1846)
Entstehung
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Antlitz rollten und doch zugleich ein Seemannsfluch auf der Zunge ſchwebte, über den Satan, der ihn in dieſe ver⸗ fluchte Poſition gebracht hatte, wo er nicht einmal das Schnupftuch herausnehmen konnte, um ſich die Augen zu wiſchen, ohne verrathen zu werden. Thoms lag, wie zuvor, regungslos auf dem Rücken, doch wer da wußte, was in ſeiner Seele vorging, der hätte es ihm angeſehen, daß er höchſt ernſthafte und verdrießliche Betrachtungen darüber anſtellte, in einer ſo bequemen Lage keine Pfeife rauchen zu dürfen. Halb und halb wünſchte er daher die halbe Stunde, in der er ſchon im Hinterhalt lag, ebenfalls zu allen Teufeln.

Nachdem Sir Harry und ſein Vater mehre Minuten lang ihre Geſichter rein umſonſt geſchnitten hatten, da Niemand auf ſie Acht gab, unterbrach der alte Atwood endlich die Scene mit der kühlen Phraſe:Miß Eveline, es wird kühl! Ich dächte, Sie folgten uns nach Hauſe! So⸗ gleich, lieber Oheim, antwortete ſie mit einem halben Seufzer; Jenny, ganz beglückten Herzens durch das Wie⸗ derſehen, trieb die Freundin mit feinfühlendem Sinn ſelbſt zum Gehen an. Eveline küßte das frohe Mädchen noch einmal recht von Herzen, reichte dem Vater aufs freund⸗ lichſte die Hand und wandte ſich deshalb ſchüchtern, halb unbefangen zu William, dem ſie eine glückliche Reiſe wünſchte. Sir Harry krümmte ſeinen rechten Arm zur Dohnenſchlinge, um Evelinens Hand darin aufzufangen. Allein dieſe dankte höflich und kalt und ging voran den Hügel hinab. Ohne Gruß, wenn man nicht etwa ein mehr grobes als höfliches Halblüften des Hutes ſo nennen will, folgten die beiden Sirs ihr nach.

So kurz das Wiederſehen geweſen war, ſo hatte Eveline doch von Jenny gehört, daß dieſe ſogleich abreiſe, alſo die