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den jungen Leute waren ſeine Kinder, William und Jenny.
Man wird es natürlich finden, daß die Drei, während ich ſie zu portraitiren ſuchte, bis auf die Spitze des Hügels gekommen waren.„Hier laßt uns ſitzen, Kinder,“ ſprach der Alte,„bis Georg mit dem Wagen um den Hügel herum kommtz; dann nehme ich Abſchied von Euch.“ Jenny ſchlang, nach Art weiblicher Zuthulichkeit, ſowie das Wort Abſchied ertönte, ihre Arme um den Hals des Vaters und küßte ihn mit liebevoller Zärtlichkeit. Er ſtreichelte das lieb⸗ liche Mädchen auf die Wangen und zog ſie neben ſich auf die Raſenbank nieder, während er halb ſcherzhaft tröſtend ſagte: „Nur ruhig, Kind, nur ruhig, wir ſehen uns ja oft und, will's Gott, fröhlich wieder. Miſtriß Goldſmith erlaubt Dir gewiß zu meinem Geburtstage herzukommen und der Bruder begleitet Dich.“— Ach!— rief Jenny— ich weiß es wohl, daß wir uns bald einmal wiederſehen, aber doch trenne ich mich immer ſo ungern! O könnte ich bei Dir bleiben, Vater! die Miſtriß iſt gut, recht herzlich gut, aber ich bin doch im fremden Hauſe.—„Sei nicht un⸗ dankbar, Jenny; dafür biſt Du in einem wohlhabenden Hauſe, wo Du viel Gutes und Nützliches erlernt haſt, während Du bei Deinem Vater hätteſt darben müſſen. Und darben iſt ſchwer.“— Guter Vater, rief Jenny mit⸗ leidig— wie gern würde ich kümmerlich mit Dir leben. Aber ich weiß, daß es Dir beſſer geht, wenn wir Dich von außen her unterſtützen können, und Du wirſt ja im⸗ mer älter, da bedarfſt Du doch mancher Bequemlichkeit.—
derte der Alte;„und wahrlich ich ſchickte Dich und Wil⸗ liam auch nicht hinaus in die Welt, damit es mir gemäch⸗ licher ginge, ſondern zu Eurem Beſten, damit Ihr Euch
„Am liebſten wäre ich freilich mit meinen Kindern“ erwi⸗


