Gaben der Freude ausgeſtattet und ihm die empfänglichſte Seele für das Glück gegeben; aber die Schickſale ſeines Lebens mochten ſich dieſer freundlichen Abſicht oft rauh ge— nug widerſetzt haben. Sein Antlitz trug die Spuren dieſes Kampfes. Zum Theil auch ſeine Geſtalt; denn obwol nicht hoch, verrieth ſie doch Kraft und Adel, und das Alter hatte ſie zwar gebeugt, aber doch noch ſo wenig, daß ſein Sieg nicht enſchieden zu nennen war.
Zur Rechten des Alten ging der junge Mann, den man auf den erſten Blick für ſeinen Sohn erkennen mußte, wiewol in ſeinen jüngern Zügen eine noch ernſtere Schrift des Lebens zu erblicken war, als in denen des Vaters. Man ſah ihm an, daß Stürme von der Art, wie ſie das Lebensſchiff ſeines Vaters vermuthlich oft erſchüttert und am Ende faſt ſcheiternd in die Rettungsbucht des ruhigeren Alters getrieben hatten, ihn eben jetzt auf hoher See über⸗ fallen mochten. Das Maädchen dagegen ſah friſch und blühend aus wie eine junge Roſe. Ein blaues Auge, klar wie der Himmel, der ſich über die Abendlandſchaft ſpannte, Locken, ſo golden wie die reifenden Felder, ein dunkler Purpurmund, das lieblichſte Oval des Geſichts, Fülle und Leichtigkeit der Geſtalt, Anmuth jeder Bewegung und über das Ganze ein freundliches, ſanftes Weſen verbreitet, beſon⸗ ders aber um die Lippen ein ſo mildes Lächeln, daß man es einem leicht hauchenden Lüftchen vergleichen möchte, wel⸗ ches die klare ruhige Oberfläche des Waſſerſpiegels bewegt. — Die Tracht aller Drei zeugte von der ſorgſamen Ord⸗ nung und Reinlichkeit, die mit ſpärlichen Mitteln oft ſo an⸗ muthig hauszuhalten weiß.
Da man aber von den Leuten im Grunde doch wenig oder nichts weiß, wenn man ihren Namen nicht kennt, ſo ſage ich kurz: der Alte hieß James Skei, und die bei⸗
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