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Ein Kanonenſchuß, der in der Morgenſtille durch ganz Paris donnernd widerhallte, gab das Zeichen des Aufbruchs zum letzten Kampfe. Es war der erſte Gebrauch, den Clermont von den eroberten Geſchützen machte. Von allen Seiten ſetzten ſich jetzt die Seinigen, den erhaltenen Befeh⸗ len gemäß, gegen das Louvre hin in Bewegung. Nicht vom Platze Vendoͤme aus, ſondern von dem Platze des Victoires brach er mit der Hauptmacht durch die Straße Coquilliere gegen das Ziel ſeines Unternehmens auf. Den
rechten Flügel befehligte Adolph; Victor blieb als Adjutant bei ihm. Den linken Flügel hatte er dem erfahrenen, in der Schlacht kaltblütigen, unverbrüchlich gehorſamen Forbin anvertraut, doch mit der Weiſung, ſobald ſich ein höherer Offizier bei ſeinem Corps einfände, dieſem den Befehl zu übertragen. Denn ſchon ſeit geſtern hatten ſich viele Offi⸗ ziere der alten Armee an die Spitze des Volks geſtellt und unter ihnen ſogar der Marſchall Gerard, der jedoch haupt⸗ ſächlich im entgegengeſetzten Theile der Stadt befehligte und welchem ſich viele Offiziere von Rang, als die Oberſten Girardin, Navry, St. Etienne angeſchloſſen hatten.
Die Erſtürmung des Louvre ſollte an drei Punkten geſchehen. Da die nächſten dahin führenden Straßen noch nicht ganz in der Gewalt des Volkes waren, hatte man zuvor noch ſtarke, anhaltende Gefechte zu beſtehen.
Adolph hatte den Auftrag, auf geradem Wege durch die Straße Croix⸗des⸗Petits⸗Champs vorzudringen.— Cler⸗ mont nahm ſeine Hauptrichtung durch die Straße Coquilliere, von da in die Straße de Grenelle, und durch die kleine Straße Orléans, um ſo den nordöſtlichen Flügel des Gebäu⸗ des anzugreifen, während Adolph den nordweſtlichen ſtürmte. Auf Clermont's Wege gab es aber ſo viele Nebengaſſen, in


