Teil eines Werkes 
14. Band = Neue Folge, 1. Band, Algier und Paris im Jahre 1830 : 2. Theil (1846)
Entstehung
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Gewehrs zu Boden und tritt die Lunte aus. Man fällt über ihn her, er reißt ſich los, ſpringt zu dem zweiten Ge⸗ ſchütz hinüber, das eben gefeuert hat, und wirft ſich, mit beiden Händen das Rohr umklammernd, über die Mün⸗ dung, ſo daß es unmöglich iſt, es zu laden, ehe man ihn nicht heruntergeriſſen hat. Alles ſtürzt über den jugendli⸗ chen Helden her. Säbelhiebe fallen auf Arm, Bruſt und Stirn; er weicht ihnen nicht. Mit fühlloſer Wuth führt ein Schweizer einen Kolbenſchlag auf das jugendliche, blond⸗ lockige Haupt und zerſchmettert es; da ſinkt der holde Knabe mit ausgebreiteten Armen bewußtlos zurück und das bre⸗ chende Auge ſtarrt gen Himmel. Doch das Ziel ſeiner That iſt erreicht, die furchtbaren Augenblicke, in denen die zerſchmet⸗ ternde Kraft der Feuerſchlünde vielen Bürgern das Leben ge⸗ koſtet hätte, ſind gewonnen, es iſt unmöglich, nochmals zu feuern, unmöglich, die Geſchütze zu retten. Die kämpfenden Bürger dringen nach, die Artilleriſten jagen mit den Pfer⸗ den davon, die Schweizer wagen keinen Widerſtand mehr, die ſchreckenvolle Waffe iſt jetzt in der Hand der Bürger.

Clermont ſprengt wie der Gott des Krieges mit Feuer werfenden Augen mitten auf den Platz.„Vorwärts!“ ruft er.„Mir nach! Jeder Schritt weiter vor erſpart uns hier tauſend Leben.“

Immer an der Spitze dringt er mit den Tapfern vor. Adolph und Victor fechten ihm zur Seite. Sie finden nur noch einzelnen Widerſtand. Der Feind wirft ſich ins Palaiss Royal, ins Louvre, in die Tuilerien. Clermont folgt ihm nicht dahin, ſondern bedacht, ihn ganz einzuſchließen, dringt er in die Straße St. Honoré vor bis an den Platz Ven⸗ döme. Dort endlich unter der erhabenen Säule, die Frank⸗ reichs Siege über Europa verewigt, macht er Halt und pflanzt die dreifarbige Fahne am Fuß des Denkmals auf,