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Lüften, angreift: er will Befehle geben— aber ſchon hat ein unbeſiegbarer Schrecken ſich der Seinigen bemeiſtert. Sie ſtürzen flüchtend zurück, werfen die Gewehre, die Sãͤ⸗ bel weg und dringen, Einer den Andern niederrennend, um ſich nur ſelbſt am ſchnellſten zu retten, in verworrenen Maſſen auf die Eingänge der Straßen du Mail und Foſſee Montmartre zu. Mit Ingrimm ſieht ſich der Führer alles Anſehens beraubt; die mächtigere Gebieterin des Schreckens hat ihn ſeines Amtes entſetzt. Er findet nirgend Gehor⸗ ſam, nirgend Gehör.
Clermont dringt mit den Maſſen an, die dreifarbige Fahne weht vorauf. So weit ihre Herrſchaft ſich erſtreckt, hört das Schießen aus den Fenſtern, das Herabſchleudern der Steine auf. Deſto entſetzlicher aber wüthet die Zer⸗ ſtörung vor ihr her und ebnet ihr die Bahn über zahlloſe Leichen.
Der Herzog knirſcht, er weint vor Grimm und Ver⸗ zweiflung; es bleibt ihm keine Wahl, er iſt zum ſchimpf⸗ lichſten Rückzuge gezwungen! Wüthend gibt er endlich dem Roß die Sporen und ſprengt mit verhängtem Zügel die
Gaſſen zurück, durch die er als Sieger vorzudringen ge
glaubt hatte.
Er erreichte den Platz des Victoires. Dort will er die Seinigen ſammeln, dem andringenden Strom einen Damm entgegenſetzen; er hofft, durch die zermalmende Gewalt der Kanonen zu ſiegen. Doch vergeblich! Aus den kleinen Seitengaſſen, die auf den Platz führen, brechen neue begei⸗ ſterte Scharen hervor, die ihm faſt den Rückzug abſchnei⸗ den. Ein junger Menſch, ein Knabe von ſechzehn Jahren, es war ein Zögling der polytechniſchen Schule, ſtürzt, allen Andern voraus, auf die eine beider Kanonen zu, ſchlägt den Artilleriſten, der eben abfeuern will, mit der Kolbe ſeines


