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Der Donner der Kanonen verſtummte endlich. Die wieder geſammelten Schweizer rückten mit gefälltem Bajon⸗ net vor. Langſam zog ſich Clermont mit den Seinigen zurück, indem er fortwährend feuerte und dem Feinde furcht⸗ baren Schaden that.
Der Herzog von Naguſa, der nicht ahnte, welcher be⸗ ſonnene Feind ihm gegenüberſtand, ſondern nur mit zuſam⸗ mengerottetem Volke zu thun zu haben glaubte, rückte un⸗ abläſſig vor und wähnte ſchon, das Haupt der Hyder tödt⸗ lich getroffen zu haben und dem Kampfe in kurzem ein völliges Ende zu machen.
Jetzt hatte Clermont den Punkt der Straße Mont⸗ martre erreicht, bis zu dem er ſich zurückziehen wollte. Er fand die Reſerve in der Straße Notre⸗Dame⸗des⸗Victoires bereit; der Augenblick, den großen Schlag auszuführen, war gekommen. Auf ein verabredetes Zeichen wurde jetzt am Eckhauſe der Straße St. Marc, welches gerade auf die Straße Montmartre ſtößt, die dreifarbige Fahne hoch aus den Fenſtern des oberſten Stockwerks geſchwungen und in weniger als einer Minute wehte ſie aus den Dachfen⸗ ſtern der ganzen Straße.
„Jetzt drauf, Freunde!“ rief Clermont und ſprengte vor. „Nun wollen wir unſere gefallenen Brüder rächen!“
Eine donnernde Gewehrſalve verbreitete Tod und Schrecken unter den Feinden; im gleichen Augenblick ſchmetterten aus allen Fenſtern ſchwere Steine auf die Schweizer herab, von allen Dächern brachen Knaben und Weiber die Ziegel los und ſchleuderten ſie hinunter. Zugleich fielen wohlgezielte Schüſſe aus den Fenſtern, die im erſten Augenblick ſchon zwei Ad⸗ jutanten des Herzogs vom Pferde ſtürzten. Marmont iſt wie vom Donner gerührt; er ſieht ſich um, er ſucht den unſichtbaren Feind, der ihn überall zugleich, ſelbſt aus den


