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anliegenden Straßen wetteiferten, die Krieger mit Speiſen und Wein zu erquicken, damit ſie deſto freudiger und ſtär⸗ ker in den Kampf gehen könnten.
Dieſe Waffenruhe dauerte mehre Stunden; indeſſen hörte man von Zeit zu Zeit ſchießen und eerhielt die Nach⸗ richt, daß auf den Boulevards, auf den Quais, an der Kaſerne Babylone, kurz an allen Punkten von Paris ge⸗ fochten wurde. In den Tuilerien waren die Miniſter und der Marſchall Marmont mit ſeinem Generalſtabe verſam⸗ melt, um über die Maßregeln, die man zu treffen habe, zu rathſchlagen. Es verlautete, Paris ſei in Belagerungs⸗ zuſtand erklärt und Marmont zum Commandanten ernannt. Dies ließ etwas Entſcheidendes erwarten.
„Wir müſſen uns auf einen nachdrücklichen, mit Um⸗ ſicht und Tapferkeit geleiteten Angriff gefaßt machen,“ ſprach Clermont.„Denn Marmont hat Talent, Erfahrung und und Muth. Wäre er dem Vaterlande ſo getreu geweſen, als er ihm nützlich war und noch ſein könnte, er müßte der Stolz der Nation ſein. Ihn hat die Verſchwendung verderbt.“
Gegen neun Uhr entſtand plötlich eine lebhafte Bewe⸗ gung unter den gelagerten Truppen. Clermont ſchickte Vic⸗ tor hin, um die Urſache zu erfragen. Indeſſen ſah man von weitem, daß ſich das Volk mit Lebhaftigkeit un in einige Männer in Uniform drängte und von Zeit zu eit einen Freudenruf erhob. Victor kehrte bald mit der Nachricht zurück, daß es mehre Deputirte ſeien, die ſich zum Mar⸗ ſchall Marmont begeben wollten, um den Verſuch zu ma⸗ chen, dem Blutvergießen ein Ziel zu ſtecken.
„Wer ſind die Deputirten?“
„Ich erkannte nur Lafitte, Caſimir Perier und den
Grafen Lobau.“


