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unwahrſcheinlich, daß Lormeuil, Armand und der treue Diener Gautier hier den Tod beiſammen gefunden hatten. Gleichſam beſchirmend hatte Armand den Freund noch zu⸗ letzt mit ſeinem Körper gedeckt. Lormeuil war durch einen Lanzenſtich gefallen, Armand hatte einen tiefen Hieb in den Hinterkopf.
Adolph ging zu einer unfern gelagerten Gruppe von Bürgern und bat ſie, ihm die drei Leichen fortfchaffen zu helfen. Sie ſchienen unwillig. Adolph ſprach ernſt und mit Wärme:„Mitbürger! Der beſiegte, der erſchlagene Feind iſt keiner mehr. Die Ehre des Begräbniſſes gebührt jedem Tapfern, Jedem der Menſch iſt. Entweiht Euern ſchönen, theuern Sieg nicht durch eine rohe That.“
Die wenigen Worte machten einen tiefen Eindruck auf die Bürger. Sie ſchafften einige Tragbahren herbei und folgten der Führung Adolphs, der die Leichname nach De⸗ ſormery's Hauſe bringen ließ. Schweigend bewegte ſich der düſtere Zug dahin. Henry öffnete das Hausthor. Still wurden die Ueberreſte der drei getreuen Kämpfer für eine unſelige Sache hinaufgetragen und in Shannanil6 Gemach abgeſetzt.
Hierauf gingen Adolph und Victor zu Oeſormery und erzählten ihm den ganzen Hergang, dem Adolph noch den Bericht über Armand's muthiges, edles Unternehmen zu Louiſon's Rettung hinzufügte. Dann verließen Beide das Haus wieder, ohne eine der Frauen geſehen zu haben, da⸗ mit der Schmerz und die bange Sorge des Abſchieds ſich nicht erneuern möchten. Sie kehrten zu dem Oberſten zu⸗ rück, wo ſie den Ueberreſt der Nacht in der Hausflur, vor der Thür ſeines Gemachs auf ein Strohlager hingeſtreckt, ubrachten, um gleich in der Frühe bei der Hand und nitht ganz entkriſtet zu ſein.


