Teil eines Werkes 
14. Band = Neue Folge, 1. Band, Algier und Paris im Jahre 1830 : 2. Theil (1846)
Entstehung
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er ihn ſo nennen— aufſuchen und, wäre es auch nur zu Louiſon's Troſt, für die Beſtattung Sorge tragen.

„Biſt Du, Freund,“ fragte er die Schildwacht,„beauf⸗ tragt, dieſe Leichen zu bewachen?“

„Nur zwei davon! Für die übrigen trage ich nicht Sorge. Man wird ſie ſchon erkennen, wenn die Sonne aufgeht; dann mag Jeder die Seinen nehmen.— Leich⸗ name entwendet Keiner; deshalb iſt keine Sorge!“

„Liegen die gefallenen Schweizer auch hier?“

„Nein, dort drüben!“

„So laß uns hinüber,“ ſprach Adolph und zog Victor mit ſich.

Sie ſchritten zwiſchen den Leichen der Bürger hindurch, bis zu der bezeichneten Stelle. Dort fanden ſie die Leich⸗ name in wilder Verworrenheit übereinander geworfen; gräß⸗ liche Wunden klafften auf, der Platz war mit Blut über⸗ ſchwemmt. Die Glut leuchtete hell genug, um die Züge Derjenigen, die nicht zu verſtümmelt waren, zu unter⸗ ſcheiden.

„Sieh, das iſt Gautier, Lormeuil's Diener,“ ſprach Victor bewegt und zeigte auf einen ſtarr hingeſtreckten

Leichnam mit tiefer Bruſtwunde.

Adolph betrachtete ihn gerührt. Einige Schritt davon lagen zwei Leichen übereinander, ſo daß die eine das Antlitz der andern verdeckte.

„Das ſind Offiziersuniformen,“ rief Adolph; er hob den oben liegenden Körper empor und wandte ihn um. Es 4 war Armand und der, auf dem er gelegen, Lormeuil.

Gerade hier war der Kampf am heftigſten geweſen; die meiſten Schweizer lagen auf dem Fleck, wo ſie gefallen waren; nur die entfernteren Leichname hatte man näher geſchleppt und zu den andern geworfen. So ſchien es nicht