Teil eines Werkes 
14. Band = Neue Folge, 1. Band, Algier und Paris im Jahre 1830 : 2. Theil (1846)
Entstehung
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ausgegangen und müſſen daher zuletzt ohne alle Auswege in das Chaos des Unmöglichen gerathen. Das Anſinnen, Weiber und Kinder zu morden, iſt noch lange nicht das Letzte, was ich Ihnen machen würde. Ihr Grundſätze wür⸗ den Sie verpflichten, mir als Ihrem Könige zu gehorchen, wenn ich Meuchelmord, Giftmiſcherei, ja, wenn ich Feig⸗ heit und ehrloſe Flucht von Ihnen verlangte. Setzen Sie nur den Fall, daß ein feiger Monarch ein Heer mitten in der Schlacht auf halben Siege zur ſchimpflichſten Flucht be⸗ fehligte, weil er ſelbſt weder Einſicht noch Muth genug hat, den Kampf, der ſchon halb für ihn entſchieden iſt, fortzuſetzen. Setzen Sie den Fall, daß Sie im Sturm auf eine Schanze ſchon den Wall erſtiegen haben, daß der Feind ſchon um Gnade fleht und dennoch der Ruf:„„Rette ſich, wer kann!““ ertönt. O, wie ſchön würde den tapfern Sol⸗ daten der Gehorſam kleiden, bei dem Weiber und Kinder ihm nachſpotten müßten!“

„Gerade dieſer Fall, mein Herr, zeugt wider Sie; denn Sie müſſen einräumen, daß häufig genug der ſicht⸗ lichſte einzelne Vortheil aufgegeben werden muß, um das Ganze zu retten. Mitten im Siegeslauf muß der Soldat ſich oft bezähmen und vielleicht gar den Rückzug antreten; in ſolchen Fällen wird freilich die Pflicht des Gehorſams ihm am ſchwerſten werden, dennoch entbindet ihn nichts davon.“

„Sie denken ſich die Sache nur anders als ich,“ ent⸗ gegnete Adolph.„Nicht der weiſen Klugheit des Feldherrn, ſondern der ehrloſen Feigheit eines entarteten Monarchen,

deren die Geſchichte doch einige Beiſpiele aufſtellt, ſollen Sie

gehorchen. Ich nehme an, daß Heliogabalus der Monarch und meinethalben Cäſar oder Alexander ſein Feldherr iſt. Der Sieg iſt erfochten; allein es können neue Schlachten