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„Ich bitte, anders können wir uns durchaus nicht vereinigen, ich bitte Sie, mir dieſe und noch einige Fragen mit der Kürze zu beantworten, als wenn Ihr Befehlshaber Ihnen dieſelben dienſtlich vorlegte und ſogleich Entſcheidung verlangte.— Werden Sie Paris in Brand ſtecken?“
„Wenn es des Königs Wille iſt, ja auch das.“
„Werden Sie nachher die flüchtenden Weiber und Kin⸗ der ermorden?“
„Nein! Denn kein Krieg wird gegen Wehrloſe geführt.“
„So? Vertheidigen ſich denn etwa die Häuſer, die Sie in Brand ſtecken?“
„Ich vernichte ſie nur als das Eigenthum des Feindes, durch deſſen gefürchteten Verluſt er vielleicht zum Gehorſam, zur Unterwerfung gebracht wird.“
„Wie? Und denken Sie ſo unwürdig von dem Feinde, daß er nicht lieber ſein Haus, ſeine Habe verlieren, als ſein Weib und Kind ermorden ſehen wollte? Auch dieſe ſind ſein Eigenthum. Wer Haus und Hof dahingibt für ſeine Meinung, der wird vielleicht durch die Gefahr, durch den Mord der Seinigen beſiegt. Und überdies, der König befiehlt! Sie haben nur Gehorſam zu leiſten.“
Der Hauptmann erwiderte ſichtlich gereizt:„Jede ver⸗ nünftige Geſinnung ſcheitert an der Annahme unmöglicher Fälle. Freilich, wenn der König uns befiehlt, zu fliegen, ſo werde ich ihm ebenfalls ungehorſam ſein. Hier verhin⸗ dert mich eine phyſiſche, dort eine ſittliche Unmöglichkeit. Es liegt im Begriff des Soldaten, daß e er nur gegen be⸗ waffnete Gegner fechten kann.“
„Ganz waffenlos ſind auch Frauen nicht; dieſer Grund
rettet alſo nicht, fällt alſo völlig weg,“ ſprach Adolph mit einer Ruhe, die den Hauptmann mehr verdrießen mußte, als der heftigſte Eifer.—„Sie ſind von falſchen Grundſätzen
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