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und etwa eine Aufhebung der Preßffreiheit oder einen ge⸗ waltſamen Umſturz des Wahlgeſetzes rechtfertigen.“
„Welcher Art die zu treffenden Maßregeln ſind, das kann uns einerlei ſein.“
„Verzeihen Sie, das eben nicht. Hier gerade tritt die Entſcheidung dr Vernunft ein. Der König beſitzt durch den vierzehnten Artikel der Charte allerdings gewiſſe Rechte, die, wenn man ſie gewaltſam deuten will, die ganze Charte illuſoriſch machen. Denn jeden Tag kann man behaupten, der Staat ſei in Gefahr, jeden Tag die äußerſte Willkür zur geheuchelten Sicherung deſſelben und zur Vollziehung der Geſetze in Kraft treten laſſen. Ein Recht kann ſtets auch den Misbrauch deſſelben mit ſich führen.“
„Und wollen Sie es auf ſich nehmen, in Ihrer unter⸗ geordneten Stellung im Staate die Entſcheidung auszuſpre⸗ chen, wann das Recht gemisbraucht wird? Heute iſt es vielleicht nicht nöthig, die Preßfrechheit, vergeben Sie mir den Ausdruck, den mein innerſtes Gefühl mir abzwingt, zu zügeln; aber morgen, oder in einem Monat. Wollen Sie heute erklären, ich gehorche nicht, in einem Monat aber gehorſam ſein, wenn der König Sie zur Ausführung ſeines Willens beauftragt?“
Adolph ſchwieg eine Zeit lang; dann ſprach er:„Wer⸗ den Sie, wenn ſie den Befehl dazu erhalten, auf die Bür⸗ ger von Paris feuern?“
„Im Fall—
„Ich bitte diesmal nur um die ſtrenge Beantwortung meiner Frage,“ unterbrach Adolph den Hauptmann lebhaft.
„Wol denn; ja, ich werde.“
„Werden Sie Paris anzünden laſſen, wenn Sie den Befehl dazu erhalten?“
„Sie nehmen Fälle an—“


