liebe eines völlig unbeliebten Miniſteriums nicht geſchmei⸗ chelt wurde, war kein Verbrechen. Aber ein gefahrvolles Wagſtück muß ich es nennen, daß eben dieſe Miniſter dem Könige anriethen, in ſeiner Antwort eine Geſinnung aus⸗ zudrücken, die nothwendig zu einem Kampfe der Anſichten herausforderte. Nicht die Adreſſe der Deputirten, ſondern die Antwort, welche das Miniſterium darauf gegeben hat,
die Antwort, durch welche es, wenn man die parlamenta⸗
riſchen Formen beſeitigt, nichts Anderes ausdrückt, als: „„Ihr habt ſchwer gefrevelt, daß Ihr uns kein Zutrauen ſchenkt, aber Ihr ſollt uns vertrauen, oder wir werden Euch beſtrafen.““ Dieſe Antwort war es, welche den Zu⸗ ſtand der Dinge auf die äußerſte Spitze trieb und nun dem Könige, nachdem er einmal gedroht hat, freilich keine Wahl läßt, als der Drohung Folge zu geben, oder ſie un⸗ ter dem an das Lächerliche ſtreifenden Eindruck, den jede ohnmächtige Drohung herbeiführt, zurückzunehmen.“
„Wie?“ rief der Hauptmann heftig,„Sie wollen alſo Ihrem Könige eine unerträgliche Schmach bereiten helfen?“
„Ungern, gewiß; aber doch lieber ſehen, daß er einen voreiligen Schritt zurückthut, als auf einer dem Lande ver⸗ derblichen Bahn ungeſetzlich weiter vordringt.“
„Was nennen Sie ungeſetzlich? Wenn er mit Nach⸗ druck verfährt, ſeinem Anſehen durch das Heer Gewicht gibt und ſo die Rechte mit Gewalt behauptet, die eine Zahl misleiteter Eiferer ihm rauben will? Die Charte ſelbſt be⸗ rechtigt ihn dazu durch den vierzehnten Artikel, der ihm nach verfaſſungsmäßigem Vertrage alle Maßregeln zur Sicherheit des Staats und zur Vollziehung der Geſetze ge⸗ ſtattet.” 4
„Ich ſehe wohl,“ erwiderte Adolph,„Sie wollen damit die Staatsſtreiche, welche man beabſichtigt, vertheidigen,
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