Teil eines Werkes 
14. Band = Neue Folge, 1. Band, Algier und Paris im Jahre 1830 : 2. Theil (1846)
Entstehung
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einer glänzenden Zeit für mein Vaterland irregeleitet— dies am beſten als Soldat zu können. Darum nahm ich Dienſte auf der Flotte. Niemals aber habe ich, indem ich mich dem Heere des Königs zugeſellte, geglaubt, mich von meinem Vaterlande zu trennen, meine Rechte als Bürger aufzugeben, oder gar die Verpflichtung zu übernehmen, die⸗ ſelben nach dem Willen eines durch falſche Rathgeber irre⸗ geleiteten Monarchen meinen Mitbürgern zu rauben. Das Heer beſitzt der König, um damit das Vaterland gegen äußere Feinde zu vertheidigen, niemals aber, um es gegen ſein eigenes Volk zu führen. Wenn alſo der Fall einträte, den Sie zuvor andeuteten, Herr von Lormeuil, daß die Miniſter den König zu einem äußerſten Schritt trieben, das heißt, zu einem Staatsſtreich drängten, ſo würde ich keine Verpflichtung fühlen, gegen den Willen meiner Mit⸗ bürger den Schritt zu unterſtützen. Denn die herrſchende Gewalt hätte den Grundvertrag gebrochen, und damit alle Bande zerriſſen, die zwiſchen ihr und dem Volke ſich an⸗ knüpfen.“

Lormeuil fühlte ſich ſeinerſeits ebenfalls gekränkt durch

dieſe Antwort Adolphs, welche ihm die größte Gering⸗

ſchätzung gegen die Pflichten ſeines Standes, die vollkom⸗ menſte Gleichgültigkeit gegen das Heiligthum des Eides vorauszuſetzen ſchien.— Nach wenigen Augenblicken des Schweigens, während welcher Deſormery bald den Einen bald den Andern unruhig anblickte, um ihn dadurch zur Antwort oder zur Fortſetzung ſeiner Rede aufzufordern, be⸗

gann der Hauptmann wieder:„Ich ſehe keinen Mittelweg,

der uns vereinigen könnte; bei ſo völlig einander entgegen⸗ geſetzten Grundſätzen können die ſtrebenden Kräfte niemals eine gemeinſame Richtung annehmen, ſondern nur ſich ge⸗ genſeitig vernichten.— Sie glauben alſo das Recht zu ha⸗