Teil eines Werkes 
14. Band = Neue Folge, 1. Band, Algier und Paris im Jahre 1830 : 2. Theil (1846)
Entstehung
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des, die weſentliche Bedingung deſſelben richtig betrachten, wenn Sie dabei zugleich den Anſichten folgen zu dürfen glauben, die Sie geſtern ausſprachen.“

„Und was verlangen Sie für Anſichten von dem Sol⸗ daten?“ fragte Deſormery.„Mich dünkt, um ins Klare zu kommen, müßte erſt einer der Herren ſein völliges Glau⸗ bensbekenntniß ablegen.“

„Ich ſcheue mich nicht, dies zu thun,“ ſprach der Haupt⸗ mann.„Ich habe dem Könige meinen Eid geleiſtet. Das Heer bildet zunächſt die Stütze der königlichen Würde, des Thrones. Dem Könige allein gehört das Recht, Krieg zu erklären, Frieden zu ſchließen. Ich bin ein Theil der Mit⸗ tel, durch welche er dieſes Recht ausübt und habe mich ihm wiſſentlich dazu verpflichtet. Seine Anſicht, ſein Wille wird daher durchaus der meinige; meine Verantwortlichkeit iſt nur in den Grenzen meiner Dienſtpflichten als Soldat. Der König beſtimmt, wie ich die Kräfte verwenden ſoll, die ich ihm durch meinen Eid verpflichtete. Daher fordert mich auch meine Pflicht auf, mich gegen jede Anſicht oder Macht im Staate zu erklären, durch welche die königliche Würde verletzt oder bedroht wird. Dies iſt durch die De⸗ putirten geſchehen, welche dem Monarchen die Entlaſſung ſeiner Miniſter auf ungeſetzlichem Wege eigenmächtig vor⸗ ſchreiben wollten. Dadurch iſt der König in die Nothwen⸗ digkeit getrieben worden, ſich und die Ehre ſeines Wortes und ſeiner Entſchlüſſe gewaltſam zu behaupten. Die jetzige, durch, meiner Anſicht nach, unzählige geheime Umtriebe völ⸗ lig irregeführte Geſinnung der Wähler macht einen äußer⸗ ſten Schritt dieſer Art wahrſcheinlich. Und in dieſem Falle werde ich für die Sache des Königs thun, was der Dienſt von mir fordert.“

Der Hauptmann ſprach dieſe Worte in einem ruhigen, 4