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ſuchten? Dazu wünſche ich Ihre Mitwirkung, das iſt die Abſicht, die ich habe, indem ich Sie hier zurückhalte. Wol⸗ len Sie, Freund?“
Adolph ſchlug mit Feuer in die dargebotene Hand ein. Der guten Sache einen ehrenhaften Vertheiger zu gewin⸗ nen, ſchien ihm ein rühmlicheres Unternehmen, als zehn Widerſacher derſelben zu entwaffnen.
Deſormery ſchickte daher hinüber zum Hauptmann und ließ fragen, ob es ihm gefällig ſei, noch eine Stunde bei ihm zuzubringen. Die Antwort lautete bejahend, in weni⸗ gen Minuten erſchien der Hauptmann ſelbſt.
Er begrüßte Adolph mehr als freundlich, Herrn von Deſormery mit Achtung und Höflichkeit. Man ſezte ſich, Deſormerie ſchenkte ein und begann das Geſpräch:„Sie ſind geſtern bei ihrer erſten Bekanntſchaft ein wenig in Zwiſt über öffentliche Gegenſtände gerathen. Da ich zwei
Männer, die ich ſo achte, die mir in meinem Hauſe ſo
angenehm ſind, nicht blos als Gäſte deſſelben gegeneinander höflich, ſondern wirklich befreundet ſehen möchte, ſo konnte ich nicht umhin, die nächſte Gelegenheit zu ergreifen, Sie näher mit einander bekannt zu machen. Ich habe die Ueberzeugung, daß Sie einander achten müſſen, hoffe und denke, Sie können Freunde werden. Vielleicht geben Sie Beide etwas von der Strenge Ihrer Anſichten nach und nähern ſich ſo einander. Es geſchieht nur zu häuſig im lebhaften Streit, daß man, wenn ein Gegner auftritt, ſeine eigenen Anſichten und Grundſätze noch viel ſchroffer hin⸗ ſtellt und hartnäckiger vertheidigt, als man es eigentlich damit meint und gegen ſich ſelbſt zu thun gewohnt iſt. Denn gemeiniglich wird der Streit geführt, um Recht zu behalten, nicht um ſich zu vereinigen; verſuchen wir einmal
heut das Letztere. Es gelingt gewiß, wenn wir allerſeits
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