Teil eines Werkes 
14. Band = Neue Folge, 1. Band, Algier und Paris im Jahre 1830 : 2. Theil (1846)
Entstehung
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außen ſendet, da er deren nicht bedarf, kann höchſtens ein Geburtsland genannt werden) iſt er faſt ganz ohne das⸗ jenige Gefühl, welches in neuerer Zeit allen Völkern, zu⸗ meiſt aber uns zum lebendigen Bewußtſein gekommen iſt. Von Jugend auf Soldat, kennt er nur die engherzigen Pflichten dieſes Standes, und kann ſich zu dem Gedanken, daß jedes Heer zunächſt ein Theil des Volkes und die we⸗ ſentlichſte Stütze deſſelben ſein ſoll, durchaus nicht erheben. Da er nicht das Gefühl hat, für ein Vaterland zu fechten, fehlt ihm auch ganz der Begriff, was es heiße, gegen daſſelbe zu kämpfen.

Dies wären ganz vortreffliche Geſinnungen für die Zeit des Mittelalters, wo man nur Rechte von der einen und Pflich⸗ ten von der andern Seite kannte; es wären bequeme Ge⸗ ſinnungen für alle diejenigen Staaten, wo man, wie man ſich auch heuchelnd verſtelle, dieſe Feudalanſichten factiſch durchaus nicht loslaſſen will.— Aber mir däucht, in Frankreich kann ein Mann mit ſolchen Anſichten nicht mehr lange dauern, und ein Vater, der ihm ſeine Tochter ver⸗ lobt, verheirathet ſie gewiſſermaßen an einen bankerotten Raufmann, deſſen Anſehen nächſtens zuſammenbrechen und völlig erlöſchen wird.—— Aus ihrem geſtrigen Geſpräch mit Lormeuil habe ich Ihre Anſichten erkannt; aus einer Unterredung, die ich heut mit Ihrem Widerſacher hatte, erſehen, daß er Sie, nach Dem, was er ſpäter von Ih⸗ nen erfahren, ungemein hochſchätzt und liebgewonnen hat. Darauf gründe ich meinen Plan. Sie ſind Soldat, er iſt es auch; durch ſie kann er vielleicht am beſten begreifen lernen, daß die kriegeriſche Pflicht ſich mit der bürgerlichen vereinigen läßt. Wie wäre es, wenn wir jetzt bei einem Glaſe Wein Beide freundſchaftlich, aber warm und eifrig,

. auf ſeine Grundſätze eindrängen und ihn zu gewinnen

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